Willem 1896

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    • Willem II Tilburg News
      Zwei aus Twente


      Seit der Übernahme am 26. April diesen Jahres stand der Entschluss seitens Molle fest: für Willem laufen unter seiner Führung nur noch Spieler auf, die den niederländischen Pass besitzen. Die Folge war ein bis heute 66-Transfer umfassender Umbruch, der dazu führte, dass Willem bereits am ersten Spieltag mit nur noch einem "Nicht-Inländer" auftrat, dem Kroaten Mario Pasalic. Heute, etwas mehr als 6 Monate später, hat Willem zwar wieder einen Spieler mit fremden Pass an Bord, doch Mohamed Bayo wechselt zum Saisonende zur TSG Hoffenheim und kam auf genau null Einsätze für den sechsten der Eredivisie. Und doch, oder gerade weil der Plan zu 99% eingehalten wurde, haderte Manager Molle im Laufe der Saison oft genug mit dem eigenen Vorhaben: „Der Markt ist ja nicht übersäht mit niederländischen Spielern, die uns weiterbringen, die wir uns leisten können oder die auch in das System passen", so der 36 jährige Bremer. Die Folge war oftmals die Verlockung das System zu brechen und auch andere Spieler zu holen. „Die Position im Tor ist natürlich eine besondere. Vor allem eine besonders teure. Wenn man sich da verstärken will, muss man schon ein gutes Ablösepaket auf den Tresen packen. Das schwierigste ist jedoch: erstmal einen Spieler finden", so Molle weiter.

      Und auch wenn man manchmal selbst an den eigenen Prinzipien scheitert: es soll weitergehen. Unterstrichen wird die Philosophie durch den neuesten Transfer mit dem Tabellennachbarn FC Twente, von denen man Nationalspieler Nathan Aké (Foto) und Routinier Georginio Wijnaldum holte und stolze 145 Millionen zahlte. Viel Geld. Vor allem Geld, welches noch gar nicht da ist. Mal wieder. Molle nimmt dies aber gelassen: „Gewisse Risiken sind da. Aber diese einzudämmen und auch Finanzen einzubringen ist nun mal unser Job. Wir arbeiten da etwas erfolgsorientierter als gewisse, konservativere Kollegen", so eine mögliche Retoure an einen geschätzten Kollegen aus Noord-Holland. Mit dem Transfer von Aké und Gigi sollte das Team für 2023 bereits stehen, zumal sich - wohl auch aus Liquiditätsgründen - Jerry St. Juste für 52.000.000 € zum SSC Neapel verabschiedet. Zum aktuellen Stand wird sich das Team von Willem für 2023 wohl wie folgt aufstellen:

      Drommel
      Hateboer - de Vrij - Aké - Malacia
      Bergwijn - van de Beek - Wijnaldum - Gakpo
      Malen - Lang

      Begrüßenswert ist dabei die Tatsache, dass man mittlerweile auch auf der Bank mit Etienne Vaessen, Perr Schuurs, Jordan Teze, Kenny Tete, Steven Berghuis, Javairô Dilrosun und Myron Boadu auf einige solide Alternativen zurückgreifen kann.
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    • Willem II Tilburg News
      Manager, die's geschafft haben III


      Die heute eher unbekannte PDF wird zur "Die Linken", in der Türkei wird die yeni türk lirası eingeführt und der Berliner Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer gesteht Spielbegegnungen durch Entscheidungen manipuliert zu haben: 2005 war ein Ereignisreiches Jahr. Auch weil in diesem Molle zum BoM gestoßen ist. Ganze 17 Jahre ist es her. 17 Jahre um viele nervige, unhöfliche und Motivationsfressende Manager kennenzulernen. Aber auch viel Zeit um mit einer ganze Reihe an coolen Leuten kommunizieren zu dürfen. Einige weilen, zumindest als aktive Manager, nicht mehr unter uns. Quasi Manager, die's geschafft haben. Eine kleine Ode, vielleicht sogar ein kleines "magst du nicht zurückkommen?", an die, die sich vielleicht nochmal verlaufen würden.

      @Murinho
      Wenn der Autor (Ich) an den hier genannten Manager denkt, fällt mir immer wieder ein Kommentar ein, der bittersüße Kritik und großes Lob in einem Satz so herrlich vereint, dass es schwer fällt diesen 1:1 wiederzugeben. Meine Recherche konnte den sicher 8 Jahre alten Post nicht zu Tage fördern, aber damals urteile Murinho über mich wie folgt: „Der Grund warum Molle in Verhandlungen immer so erfolgreich scheint ist, dass er stets nett ist. Auch wenn es mal nicht klappt". Und in diesem Moment fühlte ich mich fast wie ertappt, weil mich jemand ganz klar durchschaut hatte. Nicht, dass ich nur nett bin um etwas zu erreichen. Aber getreu dem eigentlich langweiligen Motto "Man sieht sich immer zweimal im Leben" versuche ich schon nett und höflich zu bleiben. Ein „Hallo", „Danke" und „Viele Grüße" ist nicht zuviel verlangt. Und ein Angebot kann auch gern mal begründet werden. Die Zeit sollte man sich nehmen. So war ich damals positiv überrascht über diese fast schon feinfühlige Aussage eines Managers, den ich auch damals bereits sehr, sehr schätze - auch wenn der gute Murinho hier und da mal sein Temperament hochfahren konnte.

      Doch genauso temperamentvoll wie er sein konnte, mindestens genauso viel Expertise brachte der heute 33 jährige mit. Kein Wunder, dass er bei seinen Stationen in seiner „ersten Ära" Getafe, Manchester United und Ajax immer Topleistungen brachte und jedes Team grundlegend verstärken konnte. Vor allem Getafe profitierte noch Jahre danach vom Grundgerüst Murinho's und konnte sogar Vizemeisterschaften feiern. Heute wohl ein unmögliches Unterfangen mit dem Madrider Vorstadtclub. Mit den Red Devils folgten Meisterschaften, der Champions-League Sieg und eine Fabel-Saison mit heute immer noch unerreichten 105 Punkten. Auch mit Ajax feierte er 3 von 3 möglichen Meisterschaften - beendete dann aber seine Karriere 2015 um mich 2018 ironischerweise beim FC Schalke zu beerben. Sein letzter Wechsel (damit war er Trainer in jeder BoM Liga) war nochmal ein Beweis seiner Klasse: mit Inter Mailand feierte er in drei Spielzeiten zwei Meisterschaften, holte den TIM-Cup, den BUC- sowie den Champions-League Pokal. Somit ist er einer der wenigen Manager, der mit 2 verschiedenen Teams die Champions-League gewinnen konnte.

      Heute bleibt Murinho dem Fußball treu, ist selber Trainer einer Jugendmannschaft (romantischerweise mit seinem hier immer noch aktiven Freund @M.Oktay10) und glühender Galatasaray-Fan. Eine Rückkehr schließt er aber leider aus. 2018 forderte mich der liebe Murat auf mein Comeback zu feiern. Heute, 4 Jahre später, liegt es an mir zu sagen: @Murinho, hier ist immer ein Team frei für dich. Im Namen der Community: wir würden es alle feiern und vermissen dein Temperament.

      Liebe Grüße,
      Molle ;)


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    • Willem II Tilburg News
      Top 5 Saison 2022|2


      Mit dem Beginn des Winters endet die Saison 2022|1. Und für mich nach über 4 Jahren Pause wieder eine spannende und unterhaltsame Spielzeit, die sportlich zwar keine Pokale oder nennenswerte Erfolge zu Tage brachte, aber trotzdem eine sehr schöne Comeback-Saison bleibt. Um einen kleinen, sehr persönlichen Rückblick zu wagen, stelle ich hier heute meine subjektive Top 5 der schönsten Erlebnisse der Saison 2022|1 zusammen.

      Platz 5 - Comebacks
      @R.Baggio, @Guenna, @kalli7, @P.S, @starfox: die Saison 2022|1 bot so einige sehr tolle Comeback's. Meines natürlich eingeschlossen, freute ich mir vor allem zeitgleich mit Guenna die Eredivisie verstärken zu dürfen. Aber auch die Rückkehr des besser als Kunigas bekannten R.Baggio freute mich sehr. Zwar kannte ich sein Projekt mit Venezia nur vom Hörensagen, sprach ihn aber auch selber inmitten der Saison an, ob er nicht zurückkommen wollte - schön, dass es nun geklappt hat. Auch unser Foren-Beamter starfox und kalli, der mein Vorgänger bei Lens war, sind erfreulicherweise wieder zurück. Hoffen wir, dass es ihnen einige Manager gleich tun und ich bestenfalls 2023|1 noch weitere Manager nennen darf.

      Platz 4 - Verhandlungen
      Man verliert sich, glaube ich, immer ein wenig in Nostalgie, wenn man sagt: „früher gab es mehr Verhandlungen. Und früher waren sie auch irgendwie besser". Also zumindest wenn ich unsere Post's von vor circa zehn Jahren lesen, bezweifle ich, dass die Verhandlungen aus dem Jahre 2010 in irgendeiner Form besser waren. Zahlreicher? Vielleicht. Aber auch diese Saison hatte ich auf 5 komplett demotivierende Verhandlungen sicher 95 konstruktive, offene und angenehme Verhandlungen. Und manchmal auch den ein oder anderen Abschluss. Ich hoffe darauf können wir aufbauen.

      Platz 3 - Eredivisie-Clique
      Natürlich: jeder sieht seine Liga als die beste, stärkste und was weiß ich an. Aber: das ist natürlich Blödsinn. Die Eredivisie ist einfach die beste Liga hier. Punkt. Wir haben einen offenen Meisterschaftskampf, wir hatten knappe Abstiegsrennen, wir haben ein knallhartes Mittelfeld und einige der besten Manager (wenn sie denn mal aktiv sind). Die Liga war meine erste (noch heute feier ich mein damaliges Sparta Rotterdam mit Eric Djemba-Djemba) und macht mir aktuell ebenso viel Spaß, wie vor siebzehn Jahren. Vor allem freue ich mich auf die kommenden Duelle mit @Guenna, @Ruud und @chrahl um die Vorherschafft im zweiten Tabellenviertel.

      Platz 2 - Entwicklung Willem
      Zwischendurch hatte ich es bereits zugegeben: es war nicht immer einfach, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und nur Niederländer unter Vertrag zu nehmen. Aber nach gut 6 Monaten Arbeit und vielen Verhandlungen bin ich persönlich sehr zufrieden mit der Kaderentwicklung von Willem einschließlich der neuen Reserve, die natürlich nicht ein Prunkstück wird wie der vieler Wettbewerber. Aber: eines nach dem anderen. Aus dem zweiten Platz ziehe ich natürlich sehr viel Motivation für die kommenden Spielzeiten und hoffe, dass auch ihr zufrieden seid mit eurer Kaderplanung.

      Platz 1 - BoM-Treffen
      Endlich ist es soweit! Wir lernen uns „alle" mal kennen. Auch wenn die Anzahl der Zusagen bisher an einer Hand abzuzählen sind, hoffe ich nochmal auf einen Schub an neuen Managern, mit denen man ein Kölsch trinken kann. Zur gleichen Zeit sollte ja sogar die kommende Saison zu Ende sein oder in ihrer finalen Phase stecken. Also viel Gesprächspotential.

      Natürlich gab es weitere Highlights wie die Tatsache, dass die Eredivisie in allen vier Pokalfinalen ein Team stellen konnte oder ich mit Lens den Klassenerhalt feiern konnte. Hattet ihr auch ein besonderen Moment? Schreibt es in die Kommentare!
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    • Willem II Tilburg News
      Hype, Bock, Angriff? Für wie lange?



      Selten kommt es vor, dass Willem Manager Molle mit anderen Managern aneckt. Das mag zum einen daran liegen, dass der 36 jährige selbst offenkundig zu „harmoniebedürftig“ ist, zum anderen vielleicht eher der Tatsache, dass viele Manager auf seine „gekünstelte Art“ hereinfallen. Zumindest letzteres wirft ihm der neue Manager des FC Volendam vor: OnsOranje. Ons-wer mag nun selbst der informierte BoM-User fragen. Der neue Manager in der Eredivisie ist besser bekannt als Pep und überschlug sich letzte Saison als sehr aktiver Manager des noch erfolgreicheren SC Freiburg, mit dem man knapp dem Abstieg entging. Nun also ein Neustart mit neuem Namen und neuen Team - und dem Motto „Hype, Bock, Angriff“. Das scheint OnsOranje nun wörtlich zu nehmen und holt zum Rundumschlag aus.

      Doch fangen wir von vorne an: persönliche Bekanntschaft machten Molle und OnsOranje erst, als dieser Willem kontaktierte und eine Partnerschaft beziehungsweise „1 oder 2 Leihen“ anfragte. Aus Ermangelung an Spielern und auch der Tatsache, dass zwischen beiden Teams und Managern keinerlei Verbindung bestehe, lehnte Willem die Anfrage höflich ab. Auch von anderen Managern gab es berechtigte Fragen, was der Vorteil für den Partnerclub in spe sei. Dünnhäutig fiel die Antwort aus Volendam aus. Weitere Kritik vom Markermeer setzte es, als Molle im BoM-Podcast Kritik über die Vorgehensweise äußerte. „Gekünstelt“ und „cringe“ empfand dies OnsOranje und bat Molle vom hohen Ross abzusteigen. Kritik, die Molle gern annahm, auch wenn er dabei bliebe, dass das Vorgehen und auch die Schilderung im Dagboek Volendam etwas einseitig dargestellt sei (Stichwort „ egoistische und konsumgeile Mist-Gesellschaft“). Ein letztes Mal äußerte sich Molle zu der kurzen Fehde: „In erster Linie freue ich mich über den Ligazuwachs und wünsche OnsOranje und Volendam viel Erfolg. Wir müssen natürlich keine Freunde werden, aber wer weiß, was langfristig passiert. Möge er seine anfängliche Motivation beibehalten und langfristig Spaß und Erfolg mit seinem Aufsteiger haben“. Letzen Endes teilten beide doch immerhin eine Gemeinsamkeit: auch Molle war großer Fan von Fabio in der ersten Staffel „7 vs. Wild“.

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    • Willem II Tilburg News



      In Alkmaar hadert man mit dem Transfermarkt und stürzt sich - getreu @Sonnys Motto „lieber widerlich, als wieder nicht" - in einen fast 33 Millionen Euro Transfer um hinterher festzuhalten, dass man zuviel bezahlt hat. Aber in Alkmaar freut man sich, wenn man helfen kann. Hat man wohl getan: der FC Volendam freut sich über eine gütige Finanzspritze und wird das Geld wohl sinnvoll investieren. Zugute halten muss man AZ-Manager @Guenna aber, dass er es wohl wirklich helfen möchte und auch eine gute Nase hat, was Spieler betrifft. Gar nicht so abwegig also, dass das Duo Zeefuik und Nazih mittelfristig doch die 32,5 Millionen wert sein werden.

      In Sittard kann man nüchtern die Aufrüstung für den Abstiegskampf 2.0 verfolgen und sehen wie @Alex04 seine „zweite Liebe" nach wie vor hütet wie die Vogelmama ihr Nest. Während Transfers wie Gbamin und Erick Gutierrez sehr vielversprechend klingen, fragt sich aber der neutrale Fussballbeobachter, warum ausgerechnet Sittard den Konkurrenten aus Volendam hilft und hofft, dass dieser die Liga hält. Ein Blick auf die untere Tabellenregion verrät: die Chancen, dass eines der Teams direkt absteigt, sind groß. Schließlich würde Ajax wohl kaum Kevin de Bruyne an PSV verleihen, in der Hoffnung Eindhoven wird Meister.

      Auch aus Heerenveen gibt es mal wieder lesenswertes. Zum einen freut man sich über eine Rekordablöse des Polen Nicola Zalewski und eine tüchtige Gewinnspanne um dann in den folgenden Ausgaben vorzuzeigen, wofür die ganzen Millionen wieder verpulvert wurden. Doch das dies auch Sinn macht, beweist der Marokkaner Azzedine Ounahi, den @Sechzig für faire 12 Millionen Euro verpflichten konnte. Bereits heute sollte der junge Mittelfeldspieler ähnlich viel Einnahmen generieren können wie sein 2 Jahre jüngerer (Ex-)Kollege Zalewski. Auch die Vorstellung des norwegischen Talents Isak Hansen-Aarøen unterstreicht, dass der SCH für die Zukunft sehr gut gerüstet scheint.

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    • Willem II Tilburg News
      Weitere Abgänge


      Nachdem vor allem im November einige Spieler Willem verließen (Wesley Hoedt, Mohamed Bayo, Junino Bacuna, Tonny Vilhena, Jerry St. Juste, Pablo Rosario, Gustavo Assunção), scheint es nun Ende des Jahres nochmal weiter an die „Kader-Verdünnung" zu gehen. Potentielles nächstes Opfer: Außenbahnspieler Kenny Tete. Der 27 jährige Niederländer steht Gerüchten zufolge kurz vor dem Wechsel zu einem Verein aus der spanischen LaLiga, nachdem der 14-fache Nationalspieler bereits vor einigen Monaten angeblich kurz vor dem Wechsel zu Girondins Bordeaux stand, sich hier aber beide Teams nicht auf eine Ablöse einigen konnten. Tete, der bei Molle großes Vertrauen genießt, sollte eigentlich erster Backup in der Abwehrreihe sein, nachdem man Perr Schuurs nach Italien zu Udinese Calcio verliehen hatte. Neben den ohnehin enorm gestiegenen Gehaltskosten - nach Schätzungen zufolge zahlt Willem aktuell 1.350.000 Euro pro Spiel - muss auch frisches Geld her um die bereits verpflichteten, aber noch nicht gänzlich bezahlten Nathan Aké, Tyrell Malacia und Georginio Wijnaldum zu finanzieren. Ausstehender Kostenpunkt: 105 Millionen. Zwar bekommt Willem bis zur Saisonhälfte auch noch 49 Millionen aus diversen Verkäufen, man möchte selbst aber so schnell wie möglich Schuldenfrei werden. Und am Ende bleibt da noch das Thema Chadi Riad...
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      Transferpanne bei Willem


      Einen fast schon peinlichen Fehler ist dem Management von Willem vor einigen Tagen unterlaufen. So empfang der ehemalige Groningen Manager und aktueller Chef-Scout von Willem II, @Lukas, einen Scoutbericht einer Mitarbeiterin und empfahl den beobachteten Spieler Manager Molle. Kurzform des Berichts: Abwehrspieler, Nationalspieler eines aktuellen WM-Teilnehmers, 19 Jahre alt, aktuell bei einem BoM-Team unter Vertrag und die Vor- und Nachname enthalten genau neun Buchstaben. Ohne den Bericht weiter oder genauer zu verfolgen setzte Molle alles auf eine Karte: 32 Millionen bot der Bremer. Und erwartete den Zuschlag des 12 Millionen schweren Joe Scally, Nationalspieler der Vereinigten Staaten. Was Molle nicht wusste: es ging gar nicht um Joe Scally, sondern den Marokkaner Chadi Riad (Foto), einem ihm völlig unbekannten Innenverteidiger, der nun das Trikot von Willem tragen darf. Mit „Aua" antwortete ein befreundeter Manager Molle persönlich per Nachrichtendienst, ob der zu hohen Ablösesumme und dem Versehen.
      Doch gemäß dem Sprichwort „Gibt Dir das Leben Zitronen, dann mach Limonade daraus" bot Molle den - natürlich nicht gänzlich uninteressanten Abwehrspieler - sofort im freien Markt an und kam nochmal mit einem blauen Auge davon. Für 36.000.000 € wechselt Riad zum Ligakonkurrenz SC Heerenveen und Manager @Sechzig, der weiter eine vielversprechende Talentakademie aufbaut. Molle zum Malheur: „Chadi ist ein sehr interessanter Kicker und könnte nochmal das vielfache des aktuellen Preises einholen. Oder aber sogar einen großen sportlichen Mehrwert bringen. Uns brachte der Transfer aus unterschiedlichen Gründen nichts, daher wollten wir den Fehler wieder ausbaden und Riad gleich weiter transferieren".
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      Tete geht, de Vrij auch?


      Wie bereits vermutet wurde, wechselt Kenny Tete in die spanische LaLiga. Nun ist auch bekannt wohin es den Rechtsverteidiger zieht: der Aufsteiger RCD Mallorca sichert sich die Dienste des 27 jährigen und lässt sich den ehemaligen Nationalspieler insgesamt 38.000.000 € kosten. Einen Teil der Ablöse müssen die Mallorquiner jedoch erst zur Saisonhälfte beziehungsweise zum Saisonende zahlen. Ein Transfer, der zwar wirtschaftlich Sinn ergibt, aber die Kaderqualität ungemein schwächt. Schaut man der Tatsache in das Auge, dass Perr Schuurs bis zur Saisonmitte verliehen ist und nicht zur Verfügung steht, war Kenny Tete wohl als erster Backup in einer nun nur noch fünf Spieler umfassenden Abwehrreihe vorgesehen. Da wundern einen die neuesten Gerüchte, die den Weg aus Willem in die niederländischen Dagblaadje finden: Stefan de Vrij, wohl unbestrittener Abwehrchef der Tricolores, scheint es auf einen Wechsel abgesehen zu haben. Zumindest bestätigte Manager Molle die Gerüchte um den 30 jährigen Innenverteidiger: „Ja, es stimmt. Stefan liegt ein Angebot von einem Top-Team aus der Serie A vor. Wir haben zwar keinerlei Interesse unsere Abwehr weiter zu schwächen, müssen aber auch wirtschaftlich denken und jedes Angebot objektiv genau analysieren". Diese Analyse muss Molle in Zukunft ohne seinen Chefcoach @Lukas machen: erst heute wurde bekannt, dass der Hamburger wieder als Chef-Trainer auf der Bank Platz nehmen wird. Nach den letzten Stationen Brentford und Groningen trainiert der 28-jährige nun Hellas Verona. Ob dies mit dem Malheur um Chadi Riad zu tun hat und ob mit Hellas Verona das „Top-Team" aus der Serie A gemeint ist: bisher nicht bekannt. Molle freut sich jedoch über das Comeback: „Verstärkung auf der Seite der Guten. Freut mich", so Molle zur Rückkehr des Kollegen.
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      Dreierschlag


      Willem II hat noch einmal kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen und gleich drei Transfers unter Dach & Fach gebracht: während der, wie bereits in der letzten Ausgabe gemutmaßte, Abgang von Stefan de Vrij finalisiert wurde, stellte man im Umkehrschluss auch gleich dessen Nachfolger vor. Doch eines nach dem anderen.

      Zuerst bekam man nach der üblichen Transferlisten-Aktualisierung am 25. Dezember ein "von Haus aus sehr gutes Angebot" (Zitat Molle) vom neuen italienischen Meister US Palermo: man bot den Niederländern 70.000.000 € für Stefan de Vrij. Molle bat jedoch um Bedenkzeit, da man die Abwehr eigentlich nicht mehr schwächen wollte. Vor allem nach dem ebenfalls nicht geplanten Verkauf von Kenny Tete (wechselte für 38 Millionen Euro zu RCD Mallorca). „Wir mussten also vor der Bilanzprüfung noch schnellstmöglich einen Ersatz suchen, wenn wir das Angebot und somit das Geld annehmen wollten", so Molle, der sein Interesse an einem anderen 30 jährigen Innenverteidiger erneuerte: Joel Veltman. Bereits vor Wochen war man mit dem Management des scH rund um @Sechzig in Kontakt getreten, sich aber "nach guten Gesprächen" nicht einig geworden. Nach kurzen Verhandlungen und erneut sehr guten Gesprächen einigte man sich auf 30.000.000 € - nicht wenig Geld, aber: „es soll gar nicht so altruistisch klingen, wie es sich anhört, jedoch sollte Heerenveen hier auch von der fairen Ablöse Stefan de Vrij's profitieren", so Molle, der Palermo mittlerweile von 70 Millionen auf 90 Millionen hochgehandelt hatte.

      Dies hatte aber auch einen pikanten Hintergrund: aufgrund der besagten News vom 25.12. meldete sich ausgerechnet ein zäher Rivale der Sizilianer: der AS Rom. Auch die Hauptstädter boten, sogar zu diesem Zeitpunkt mehr als Palermo-Manager @Ferdi, doch Molle wollte die Situation nicht gänzlich ausarten lassen. Daher geht auch eine kleine Entschuldigung an Rom-Manager @Lange: „einfach weil wir uns nicht mehr gemeldet haben, obwohl Lange ein besseres Angebot auf den Tisch gelegt hatte". Warum man trotzdem Palermo den Zuschlag gab? Zum einen kommt das Geld zum Großteil sofort - bei den Römern wäre die Ablöse in zwei Raten geflossen. Zum anderen hatte Palermo sofort einen sehr annehmbaren Preis geboten und sei auch sofort, ohne zu zögern, auf die Forderung der Niederländer eingegangen. „Trotzdem kann man dem Gegenüber natürlich etwas professioneller absagen, als durch eine Transfermeldung mit einem anderen Team", entschuldigt sich Molle beim langjährigen Kollegen Lange.

      Doch nun fehlte noch ein drittes Puzzlestück zum Dreierschlag. Um dieses zu vervollständigen, musste man nach Leipzig reisen...
      Willem Tilburg & RC Lens


    • Willem II Tilburg News
      Dreierschlag: Reise nach Leipzig


      Also auf nach Leipzig, der einwohnerreichsten Stadt im Freistaat Sachsen und das neue Domizil des Lebemanns Sonny, ehemaliger Bielefeld-Manager und aktueller Parfum Influencer. Bereits als Sepp van den Berg noch beim FSV Mainz spielte, holte sich Molle eine Absage ab, jedoch dadurch bedingt, weil damals der van den Berg-Transfer der beiden Bundesligisten in trockenen Tüchern war. Als Rasenballsport Leipzig dann unter Führung von @Sechzig als auch @P.S war, holte sich Molle in beiden Fällen eine Absage ab - wohl auch in Ermangelung einer geeigneten Ablöse. So war es nun das RB-Management, welches Kontakt mit Willem aufnahm, aber eher Interesse an Perr Schuurs signalisierte. Ein vorzeitiger Transfer scheiterte, auch weil RB wohl einen größeren Ausbau der Red Bull Arena vornehmen möchte und daher auch eine beispiellose Verkaufsaktion startete. Man verblieb so, dass man sich nochmal nach einigen Wochen treffen und über beide Spieler reden würde - wenn Leipzig wisse, wieviel Geld man über habe für Schuurs. Und ob van den Berg noch als Zugabe passen würde.

      Einige Wochen später ist es also Willem, welches mit unerwarteten Geld winkt - dem intern feststehenden de Vrij Verkauf sei Dank. Dahin gehen auch von Beginn an die Pläne seitens Manager Molle: „in der Regel hole ich mir ab und an zumindest eine Meinung eines mir bekannten Managers ein". Diese soll mitgeteilt haben, dass eigentlich „alle drei Spieler zu teuer seien", gibt Molle wieder. Das wäre für ihn aber insofern okay, da er am Ende noch mit einem Plus rausgeht und mit van den Berg „einen absoluten Wunschspieler" bekäme. Nachdem mit Palermo und Heerenveen schnell eine Einigung erzielt werden konnte, war auch die Verhandlung bei „Döner und Durstlöcher" in Leipzig reine Formsache. „Wir haben uns schnell geeinigt, bedankt und freuen uns auf unserer nächstes Treffen im Sommer", so Molle, der wohl seine drei letzten Transfers des Jahres abschließt. 55.000.000 € kostet van den Berg und wird zur nächsten Saison in der Willem-Reserve zum Einsatz kommen.
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    • Willem II Tilburg News
      Interview mit Molle


      Viereinhalb Jahre ist es her, als Molle mit der Pressekonferenz (PK) "Rücktritt und Pause" seinen Hut beim FC Schalke 04 nahm. Damals hätte er selbst nicht gedacht, dass die Pause fast vier Jahre lang sein sollte. Aber wie es heute scheint, war die Pause, auch in dieser Länge, bitter nötig. Im ersten Teil unseres Interviews mit dem Willem und Lens-Manager stellt sich Molle einigen Fragen, vor allem vielen sehr persönlichen und gibt einen Ausblick auf seine mittelfristigen Pläne.

      Willem: Zur Vorbereitung des Interviews haben wir erfahren, dass du eine gewisse "Hassliebe" zu Interviews pflegst. Wie dürfen wir das verstehen?
      Molle: Zum einen bietet ein Interview viel Raum für Informationen, da man hier in der Regel ein direktes Gespräch führen kann - das kann natürlich sehr interessant sein, je nach Qualität des Interviewers. Zum anderen, so wie in diesem Fall, kann so ein Interview für Außenstehende immer sehr nach betteln um Aufmerksamkeit verstanden werden. Deswegen reichen in der Regel auch so ein bis zwei Interviews pro Saison.

      Willem: In der Einleitung haben wir bereits erwähnt, dass deine Pause nach deinem Engagement beim FC Schalke mit vier Jahren sehr lang, jedoch nicht unbedingt geplant war. Wie kam es zu der langen Auszeit?
      Molle: Das hing sicher auch mit dem "Wie" zusammen. Ich habe nochmal die PK und die Reaktionen damals nachgelesen: da war nicht jeder froh und ich hatte nicht das Gefühl, dass man gut auf mich zu sprechen war. Nicht, dass ich mich damals in den Schlaf geweint habe. Dann kam das erste Kind dazu und an BoM war erstmal nicht mehr zu denken.

      Willem: Wenn wir gerade bei Gefühlen sind: du hast bereits mehrmals zugegeben, dass du manchmal etwas melancholisch wirst, wenn du an den BoM denkst und dich das Hobby auch mal mehr mitnimmt, als du es bei anderen Managern erwarten würdest.
      Molle: Melancholisch ist vielleicht das falsche Wort, aber es ist schon richtig, dass ich manchmal reflektiere welchen Stellenwert BoM in meinem Leben als Hobby einnimmt. Ich verbringe sicherlich 10 Stunden pro Woche aktiv im Forum, führe dann oft auch mal private Gespräche mit anderen Managern. Da das ganze über das Internet stattfindet, sind solche Gespräche und Bekanntschaften gefühlt auch schnell wieder auf Eis - und das finde ich schade. Daher habe ich mich auch sehr dafür interessiert, dass das Forentreffen stattfindet. Es wird wirklich mal Zeit die Leute zu treffen, mit denen ich mich seit meinem 19. Geburtstag öfter unterhalte, als mit manchen Onkeln und Tanten.

      Willem: Auch wenn du eine gewisse Beliebtheit genießt, so war neben der Schalke-Geschichte auch gerade Volendam und Manager OnsOranje einer derjenigen, die dein "Saubermann-Image" ankratzen wollten. Wie gehst du mit Kritik im Internet um?
      Molle: Also bei meiner letzten Selbsteinschätzung beruflicher Natur habe ich mir ein "Mittel" bei Kritikkompetenz gegeben (lacht). Nein, es stimmt schon: manche Sachen gehen mir näher, als sie es sollten. Und ich kann auch verstehen, wenn man nicht jedem mit seiner Art gefallen kann. Das musste ich aber auch hier als auch privat lernen: man kann es nie allen Recht machen. Trotzdem werde ich meine meist positive Art nicht ablegen, auch wenn manche sie mit „Schauspielerei" und „Selbstgerechtigkeit" vergleichen.

      Willem: Zwischen dir und @OnsOranje ist aber alles wieder geregelt?
      Molle: Natürlich! Wir haben uns die Meinung gegeigt, wir haben uns - aus meiner Sicht - auch die Hände gereicht und ich bleibe bei meiner ehrlichen Aussage: ich hoffe er feiert mit Volendam viele Erfolge.

      Willem: Kommen wir von den eher persönlichen zu den sportlichen Dingen in der Saison. Deine Top 5 (Ausgabe 63) hat schon viel vorweggenommen, aber wie bewertest du die Saison als gesamtes?
      Molle: Als gesamtes bewerte ich sie als sehr, sehr positiv. Ich brauchte zwar zwischen August und September eine kleine Pause, aber habe ansonsten den Rest der mittlerweile 8 Monate gut durchgezogen und meistens viel Spaß gehabt. Dazu tausche ich mich viel mit anderen Managern aus und sehe auch, dass auch dort natürlich mal etwas die Motivation fehlt - gerade wenn ein vielversprechender Transfer in das Wasser fällt. Für mich ist es dann wichtig: Kopf oben lassen. Außerdem auch: nicht Zuviel wollen.

      Willem: Über dein Vorhaben nur Niederländer unter Vertrag zu nehmen, haben wir schon gesprochen. Auch, dass du dabei bleiben wirst ist bekannt. Trotzdem hast du in den letzten zwei Monaten noch beachtliche 22 Deals gemacht: was ist dein aktueller Ansporn, jetzt wo alles die niederländischen Farben trägt?
      Molle: Die letzten Wochen war es tatsächlich das Ziel eine einigermaßen gute Reserve auf die Beine zu stellen. Ansonsten bleibt natürlich das Ziel den Kader in der Breite und Spitze zu stärken, aber auch endlich mal liquide zu werden um Auktionen wie die von Salis Abdul Samed zu gewinnen (lacht).

      Willem: Wenn wir auf Transfers zu sprechen kommen: du hast vor einigen Wochen zugegeben, dass du dich auch mal nachträglich sehr ärgern kannst, wenn ein Transfer nicht so gelaufen ist, wie du es dir gewünscht hast. Welcher Transfer tat dir diese Saison am meisten weh?
      Molle: Ja, das ist tatsächlich so und reiht sich vielleicht in die vorher genannte Kritikfähigkeit ein, an der ich arbeiten muss. Wenn ein Deal durch ist, ist er durch. Wenn ich also den 16-jährigen Messi mit abgebe und er danach eine Weltkarriere hinlegt, kann das ärgerlich sein. Nein, es ist ärgerlich. Aber es hilft mir dann auch nicht mehr. Es benötigt aber noch viele andere Faktoren: der Cheick Doucouré-Transfer mit Newcastle ist aus heutiger Sicht schon kein guter mehr. Aber: Lens brauchte diesen Schub und ich freue mich sehr für den dortigen Manager @Shamoon. Da kann man schon eher darüber hinwegsehen, dass Cheick Doucouré genau den Schritt gemacht hat, den man selbst erwartet hat. Bei Willem gab es weniger, was mir wehtat. Rückblickend waren David Neres und Zakaria Aboukhlal vielleicht etwas zu günstig, aber ich bleibe auch heute dabei, dass beide nicht unbedingt zu Willem passen.

      Willem: Müsste man sich einen Königstransfer deinerseits raussuchen, dann würde hier wohl die Personalie Cody Gakpo (Foto) genannt werden: Steven Bergwijn und er kamen im Juni für Lukas Nmecha und 110 Millionen. Wie stehst du zu dem Tranfser heute?
      Molle: Für den Moment ist der Transfer natürlich stark und es wird auch noch dauern, bis ich mit der Phrase kommen kann „der Fußball ist so schnelllebig". Aber damals stand es um Nmecha und Gakpo noch gänzlich anders. Während der eine sehr viel Pech bei den Wölfen hat, passte beim anderen irgendwie in Eindhoven alles zusammen. Aber wie gesagt: das alles passierte innerhalb einer halben Saison. Der Fußball ist schnelllebig (grinst).

      In der nächsten Ausgabe und dem letzten Teil geht es weiter


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      Willem II Tilburg News
      Interview mit Molle [II]


      Im zweiten Teil widmen wir uns neben der härtesten Verhandlung auch dem sportlichen Teil Molle's, blicken auf seinen Zweitverein RC Lens und auch der aktuell laufenden Wahl zum Trainer und Manager der Saison sowie seine Einschätzungen zu seinen eigenen Chancen.

      Willem: Wir haben am Ende des letzten Teils über deinen eventuell stärksten Deal der letzten Saison gesprochen. Ich würde nun gern wissen, welcher für dich der schwerste Transfer war. Einer, der am meisten Überzeugungskraft und Geduld gekostet hat.
      Molle: Natürlich war auch die Gakpo als solche keine einfache, ganz spontan fällt mir da aber ein anderer, gänzlich unauffälligerer Deal ein: die Verpflichtung von Zian Flemming zu Anfang der Saison. Es ist immer sehr, sehr schwer mit vorsichtigen Managern in's Geschäft zu kommen. Meist bestätigt sich mein Gefühl, dass wenn der Gegenüber um Bedenkzeit bittet, sich die Verhandlungen ins Leere verlaufen und man eine Absage bekommt. Mit dem Kollegen @Alex04 waren es stets sehr harmonische Gespräche, aber ich habe früh gemerkt, dass er ganz genau weiß wie gut Zian ist und wie vorsichtig er auch mit Sittard sein muss. Er bat dann um Bedenkzeit, es wurde viel probiert und zwischenzeitlich hatte ich ihn abgeschrieben. Am Ende konnten wir uns doch einigen und haben auch heute noch guten Kontakt.

      Willem: Kommen wir von den Aufgaben des Managers zu den sportlichen Ergebnissen. Zwar hast du gerade, auch etwas überraschend für dich, eine Stimme als Trainer der Saison in den Niederlanden bekommen, aber rechnest du dir hier reelle Chancen aus?
      Molle: (lacht) Nein, ehrlich gesagt weiß ich nicht, warum ich da bedacht wurde. Unsere Saison war okay, aber wir sind eigentlich in jedem Pokal früh rausgeflogen und wurden am Ende in der Liga auch nur Fünfter. Das ist sogar schlechter als letzte Saison, auch wenn wir dieses Jahr keine ambitionierten Ziele hatten. In der Eredivisie musste ich mich zwischen Meister lolo, Überraschungsteam Feyenoord und unserem international erfolgreichen Almelo entscheiden. Am Ende ging meine Stimme an die Kollegin @de_Slaapkop. Ich denke, da kann sich keiner beschweren.

      Willem: Bei der Wahl zum Manager der Saison sieht es etwas besser aus - wie schätzt du hier deine Chancen ein?
      Molle: wie auch bei den Trainern ist das Feld natürlich brutal gut. Und auch deswegen wäre natürlich ein Sieg hier fantastisch und ist auch ehrlich gesagt ein Ziel, auf das ich das Jahr hin hinausgearbeitet habe. Aber am Ende entscheidet nicht nur die Quantität sondern die Qualität. Mal gucken wie das die Kollegen aus den anderen Ligen sehen.

      Willem: Trotz zahlreicher Arbeit und vielen Nebenschauplätzen hast du dann noch zur Mitte der Rückrunde die Aufgaben des RC Lens-Managers übernommen. Wie kam es dazu, obwohl du zu Beginn der Saison nur ein Team führen wolltest.
      Molle: Ich habe ja extra knapp ein halbes Jahr gewartet um zu gucken, wie ich mit einem Team klarkomme um mich nicht zu überwerfen, auch was die Mod-Aufgaben betrifft. Am Ende ist aber jedes Team irgendwann soweit, dass man es gut verwalten kann. Und am Ende, auch wenn ich natürlich nicht verschenken werden, ist Lens eine eigene Spielwiese. Ich möchte hier auch mal einen Deal machen, wo der Kopf sagt "mach es nicht", der Bauch aber entgegnet: "Wäre schon ganz geil".

      Willem: Danke und viel Erfolg für die Saison 2023!
      Willem Tilburg & RC Lens
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