Glory of '82 - A Manager's Diary


    Der Saisonstart steht fest!

    Es ist soweit, das Warten hat ein Ende. Der BOM Ball wird bald wieder ins Rollen kommen.

    Unser Fahrplan für die nächsten Wochen sieht wie folgt aus:

    23.06.2024 -internationaler Supercup (= offizieller Saisonstart 2024|1!)

    26.06.2024 -nationale Supercups

    30.06.2024 -1.Spieltag für alle Ligen

    Die Zeit wird schnell vergehen, jede Wette. Bis zum Start werden auch die Auktionen wieder anrollen sowie die Neuigkeiten für die Saison 2024|1 verkündet. Die eine oder andere frische Änderung zur Saison 2024|1 wird es geben!

    Bis dahin wünschen wir euch noch frohes Testen und Tüfteln am Kader. :-)

    Euer BOM-Team
    • Glory of '82 - A Manager's Diary

      Glory of '82 - A Manager's Diary
      #1 - 01.05.2024

      Wie beginnt man ein Tagebuch? Mit einem Titel? Nun gut... Aston Villa ist ein Club mit einer sehr erfolgreichen Historie. Nicht nur stellte der Club den ersten bezahlten Manager in der (englischen?) Fußballhistorie, man gehörte auch frühzeitig zu den besten Clubs auf der Insel - wohlgemerkt bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zu verdanken war dies einem Schotten namens George Ramsay, der das fußballerische Niveau des ursprünglich als Ersatz für Cricket gegründeten Vereins auf ein neues Niveau heben sollte. Aber George Ramsay Magazin klingt irgendwie blöd. Ebenso "Seven English Championships". Aber aus einer der Meisterschaften resultierte der größte Erfolg, den Aston Villa bislang verzeichnen konnte.

      Am 26. Mai 1982 stehen sich im Rotterdamer De Kuip der hochfavorisierte FC Bayern München und der Außenseiter Aston Villa gegenüber. Viel sprach nicht für den Club aus Birmingham, außer dass zuvor bereits fünf Landesmeisterpokale in Serie nach England gegangen sind. Aber sonst? Bayern hatte bis zum Halbfinale (damals wurde noch komplett im K.O.-Modus gespielt) äußerst souverän Östers IF (1:0 und 5:0), Benfica Lissabon (0:0 und 4:1) und Uni Craiova (2:0 und 1:1) aus dem Weg geräumt, Villa besiegte Valur Reykjavik (5:0 und 2:0), BFC Dynamo Berlin (2:1 und 0:1, Auswärtstorregel) und Dynamo Kiew (0:0 und 2:0). Im Halbfinale setzte sich Villa knapp gegen RSC Anderlecht durch (1:0 und 0:0), Bayern dagegen verlor das Hinspiel bei ZSKA Sofia überraschend mit 3:4, zog durch ein 4:0 im Rückspiel aber souverän ins Endspiel ein.

      Dieter Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Paul Breitner - diese drei Spieler des FC Bayern führten die Torjägerliste des Wettbewerbs mit 7, 6 und 5 Toren an. Und die Vorzeichen wurden nicht besser, als nach 10 Minuten Villas etatmäßige Nr. 1 Jimmy Rimmer mit einer Schulterverletzung aus- und der unerfahrene Nigel Spink eingewechselt wurde. Doch an solchen Abenden werden Legenden geboren. Mit seinen Paraden trieb er die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung und hielt über das gesamte Spiel die Null. Vorne traf Peter Withe nach 67 Minuten zum Tor des Tages und erhob Villa in den erlesenen Kreis der Landesmeisterpokalsieger. Der Rest ist Geschichte, unter anderem etablierte sich Spink in den Folgejahren als unangefochtene Nummer 1.



      Und so liegt es nur auf der Hand, einen Tagebuchblog nach dem glorreichen Jahr 1982 zu benennen. Der Autor dieser Zeilen war damals noch gar nicht geboren. Dennoch lebt Tradition auch generationenübergreifend weiter, und der Stolz auf vergangene Erfolge geht mit den Vereinsfarben auch auf neue Fans über. Der Blog soll meine Gedanken wiedergeben auf dem Weg, Aston Villa erneut in der Premier League zu etablieren. Und wer weiß, vielleicht kann der Blog eines Tages in ferner Zukunft auch umbenannt werden in "Glory of 20XX"...?

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    • Glory of '82 - A Manager's Diary
      #2 - 02.05.2024

      Zurück an alter Wirkungsstätte stand ich an diesem nebligen Maimorgen erstmals seit meiner Rückkehr auf dem Rasen des altehrwürdigen Villa Parks. Blickte hinauf auf die leeren Ränge von Trinity Road, North Stand, Doug Ellis Stand und abschließend verweilte mein Fokus länger auf dem berühmten Holte End. Dort, wo die treuesten Fans das Team mit ihren Gesängen nach vorn peitschen, wo der Support auch dann stimmt, wenn es mal nicht läuft. In mir kribbelte es bei dem Gedanken daran, wenn wir unser erstes Heimspiel irgendwann in ein paar Wochen hier austragen und ich, an der Seitenlinie stehend, meine Instruktionen an die Spieler über die Lautstärke der Fans hinweg transportieren muss, wenn sie aus vereinter Kehle singen "Cause Villa fans rule Birmingham and City fans know why, cause they have seen the glory of Holte Enders in the sky." Und aller Vorfreude zum Trotz liegt wohl noch viel Arbeit vor mir und dem Team, sowohl als Mannschaft zusammenzuwachsen als auch gezielte Verstärkungen vom Projekt Villa zu überzeugen.



      Ich möchte ein paar Gedanken zum Kader niederschreiben: Mit Emiliano Martinez sind wir auf der Torwartposition top besetzt, und auch wenn Dibu durchaus polarisiert, gehört er für mich derzeit definitiv zu den fünf besten Keepern der Welt. Inwieweit unsere derzeitige Nummer 2, Joe Gauci, ihn im Fall der Fälle adäquat ersetzen kann, müssen das Trainerteam und ich in der Vorbereitung entscheiden. Aus diesem Grund verpflichteten wir sehr kurzfristig den erfahrenen Spanier Jordi Masip von Eintracht Frankfurt. Im Defensivbereich suche ich noch nach einem starken Verteidiger, da ich ungern mit nur fünf Abwehrspielern in die Saison gehen möchte. Fünf? Ja, denn Kortney Hause trat mit dem Wunsch nach Veränderung an uns heran und wechselte in einem Nacht-und-Nebel-Transfer zu Cagliari Calcio. Dafür verstärkt künftig Dani de Wit unser Mittelfeld, und auch wenn er vielleicht nicht direkt Stammspielerambitionen haben kann, wird er im Lauf der langen Saison sicherlich seine Einsatzminuten sammeln. Unser Mittelfeld ist für die Ambitionen bzw. das vorrangige Ziel Klassenerhalt wahrscheinlich ausreichend gut aufgestellt. Vielleicht gelingt es noch, einen Leihspieler zu verpflichten, der die Starting XI verstärken kann, wenn nicht, kann ich damit aber auch leben. Eher fehlt mir im Sturm noch eine erfahrene, treffsichere Option. Mit Duran und Muniz stehen mir zwei hochveranlagte Optionen zur Verfügung, keine Frage. Ob sie schon weit genug sind, und ob Che Adams alleine unsere Tore schießen kann, ist zumindest fraglich. Und so zerbreche ich mir den Kopf, wie ich punktuell nachschärfen kann, ohne die Philosophie des Clubs über den Haufen zu werfen. Denn was für mich keinesfalls in Frage kommt, ist die Zukunft - sprich: die hochtalentierte Jugend - des Vereins für den kurzfristigen Erfolg zu verscherbeln. Zumindest sind das hehre Ziele, ob ich hier immer stark bleiben kann, werden die nächsten Tage zeigen...

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    • Glory of '82 - A Manager's Diary
      #3 - 02.05.2024

      Liebes Tagebuch,

      heute muss ich einfach mal meinem Ärger Luft machen. Die Transferverhandlungen hier sind manchmal einfach nur zum Haare raufen! Es scheint, als hätte der Jugendwahn die gesamte Fußballwelt fest im Griff, und ich fühle mich wie ein einsamer Kapitän auf einem sinkenden Schiff. Da sitze ich also vor meinem Bildschirm, um nach Verstärkungen für mein Team zu suchen, und was sehe ich? Unzählige Angebote für jugendliche Talente, die kaum aus der Pubertät heraus sind. Jugendliche, die noch nicht einmal ihre Schulsportnote verbessert haben, werden als die nächsten großen Stars gefeiert. Und das Schlimmste daran? Die Ablösesummen, die für diese Jungs aufgerufen werden, lassen mich schwindelig werden. Als hätten sie schon Weltmeisterschaften gewonnen, werden für sie Unsummen gefordert.

      Aber wehe, ich wage es, einen gestandenen Spieler jenseits der 27 anzubieten. Da ernte ich nur mitleidige Blicke und ein müdes Kopfschütteln. Als ob ein Spieler über 27 automatisch zum alten Eisen gehören würde! Dabei haben diese Spieler oft die Erfahrung und Klasse, die junge Wilde erst noch mühsam erlangen müssen. Doch in der Welt von "BOM" scheint das niemanden zu interessieren. War das schon immer so? Mir dünkt, vor zehn Jahren hatte der Transfermarkt noch eine ganz andere Dynamik. Vielleicht werde ich mit fortschreitendem Alter aber auch einfach vergesslich.

      Was jedoch noch schlimmer ist: Sollte man doch einmal einen gestandenen Spieler, vielleicht gar einen ehemaligen Weltstar verpflichten wollen, verlangen die Vereine horrende Summen als Ablöse. Als hätten sie Angst, dass ihre Altstars ihnen in der Kabine die Hosen klauen würden, wenn sie nicht jeden Cent aus ihnen herauspressen würden. Es ist frustrierend, Tagebuch, es ist wirklich frustrierend. Ich fühle mich wie ein Fisch, der in einem Teich voller Piranhas schwimmt, und ich bin nicht sicher, wie lange ich noch durchhalte, bevor ich selbst zum Opfer werde.

      Aber ich werde nicht aufgeben. Vielleicht muss ich mich den Gegebenheiten anpassen und in den sauren Apfel beißen, junge Spieler zu horrenden Preisen zu kaufen. Aber eines steht fest: Ich werde auch weiterhin nach denjenigen suchen, die vielleicht nicht mehr die jüngsten sind, aber noch immer genug Feuer in sich tragen, um unser Team anzuführen, und die für faire Ablösen zu haben sind. Denn manchmal ist Erfahrung mehr wert als jugendlicher Übermut. Und solange bleiben meine Jugendspieler, wo sie sind - in meiner Jugend. Unverkäuflich. Bis sie erfahrener sind, oder eben nichts aus ihnen geworden ist.

      Bis zum nächsten Frustausbruch, liebes Tagebuch. Und der kommt bestimmt, spätestens mit den nächsten Ergebnissen aus dem Websoccer.

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    • Glory of '82 - A Manager's Diary
      #4 - 03.05.2024

      Strategische Entscheidungsfindung im Fußballmanager BOM im Vergleich zum Aktienmarkt: Eine kurze Analyse

      In der faszinierenden Welt des Fußballmanagements und des Aktienhandels müssen Manager und Investoren eine Vielzahl komplexer Entscheidungen treffen, die weitreichende Auswirkungen auf den Erfolg ihrer Teams bzw. Portfolios haben können. Dieser Essay zielt darauf ab, die strategischen Komponenten beider Bereiche zu vergleichen und kritisch zu reflektieren, wobei insbesondere die Neigung von Managern, viele junge Spieler zu erwerben, sowie die Parallelen zu Newcomer-Aktien und dem Lebenszyklus von Spielern und Aktien beleuchtet werden.

      Strategisches Denken und Planung: Die strategische Entscheidungsfindung im Fußballmanager BOM und auf dem Aktienmarkt erfordert ein hohes Maß an Planung und Voraussicht. Auf BOM müssen Manager nicht nur die individuellen Fähigkeiten ihrer Spieler berücksichtigen, sondern auch taktische Formationen und Spielstile entwickeln, um gegnerische Teams zu überwinden, und sind dabei auf Gedeih und Verderb dem Wohlwollen des Websoccers ausgesetzt. Auf dem Aktienmarkt müssen Investoren eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigen, darunter Unternehmensstrategien, Markttrends und makroökonomische Bedingungen, um ihr Portfolio erfolgreich zu verwalten und Renditen zu maximieren. Beide Bereiche erfordern ein tiefes Verständnis für die zugrunde liegenden Prinzipien sowie die Fähigkeit, flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Gleichzeitig gilt es, in Krisenzeiten die Ruhe zu bewahren und vorschnelle Handlungen soweit möglich zu vermeiden.

      Junge Spieler und Newcomer-Aktien: Eine bemerkenswerte Parallele zwischen dem BOM und dem Aktienmarkt besteht in der Tendenz von Managern und Investoren, in junge Talente bzw. Newcomer zu investieren. Diese Strategie basiert auf der Hoffnung, dass sich ihr Potenzial in Zukunft entfalten wird und hohe Renditen erzielt werden können. Allerdings birgt diese Strategie auch Risiken. Junge Spieler sind oft anfälliger für Formschwankungen und Verletzungen, während auch Newcomer-Aktien auf dem Markt volatil und weniger vorhersehbar sind. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Manager und Investoren eine umfassende Risikoanalyse durchführen und ihre Investitionen diversifizieren, um mögliche Verluste zu minimieren. Hilfreich ist zudem, gezielte Spieler oder Aktien zu erwerben und keine überteuerten Preise zu zahlen - einerseits um das Verlustrisiko zu begrenzen, andererseits um genügend Spielraum für Hedging-Positionen zu lassen. Ja, auch in Fußballkadern kann man hedgen...


          


      Lebenszyklus von Spielern und Aktien: Sowohl Spieler auf BOM als auch Aktien auf dem Markt durchlaufen verschiedene Phasen ihres Lebenszyklus, die ihren Wert und ihre Leistungsfähigkeit maßgeblich beeinflussen. Spieler erleben Höhen und Tiefen in ihrer Karriere, von der Jugendentwicklung über den Höhepunkt bis zum Rückgang. Ähnlich durchlaufen Aktien verschiedene Phasen des Unternehmenslebenszyklus, von der Gründung über das Wachstum bis zur Reife und möglicherweise zum Niedergang. Manager und Investoren müssen daher ein tiefes Verständnis für den jeweiligen Lebenszyklus haben und ihre Entscheidungen entsprechend anpassen.


          


      Kritische Reflexion: Trotz der Attraktivität von jungen Talenten und Newcomer-Aktien ist es wichtig, eine kritische Reflexion über diese Strategie anzustellen. Die Konzentration auf Potenzial und Wachstum darf - oder sollte - nicht dazu führen, dass der langfristige Wert etablierter Spieler und Unternehmen vernachlässigt wird. Eine ausgewogene Strategie, die eine Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern im BOM sowie Newcomer-Aktien und etablierten Unternehmen auf dem Aktienmarkt umfasst, ist oft ratsam, um das Risiko zu streuen und langfristigen Erfolg zu fördern. Aber auch hier gilt am Ende wohl: Money makes money.

      Fazit: Insgesamt verdeutlicht die Analyse, dass sowohl im Fußballmanager BOM als auch auf dem Aktienmarkt strategisches Denken, Risikobewertung und eine langfristige Perspektive entscheidend sind, um erfolgreich zu sein. Die Neigung, in junge Talente und Newcomer zu investieren, birgt jedoch auch Risiken, die sorgfältig berücksichtigt werden müssen. Nur durch eine fundierte Planung und eine umfassende Analyse können Manager und Investoren die besten Entscheidungen treffen und langfristigen Erfolg sicherstellen. Während dies in der Fußballwelt mit größeren Unsicherheiten behaftet ist - schließlich kennen mit Ausnahme der Admins die Manager nicht die Stärken ihrer Spieler oder die der Gegner - und der Websoccer den einen mag und den anderen nicht, lassen sich Aktienmarktstrategien durchaus erfolgreicher planen und umsetzen. Letztlich kommt es aber immer auf die Mischung oder den Portfolio-Mix an. Wer sein Risiko streuen will, kann auf BOM vielleicht nicht unmittelbar den ganz großen Wurf erwarten. Am Ende steht aber ein solides Fundament, das mit beharrlicher Arbeit und Weitsicht auch Früchte des Erfolgs abwerfen wird.

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    • Glory of '82 - A Manager's Diary
      #5 - 14.05.2024

      Von Sonne und Schatten

      Die Pause zwischen zwei Spielzeiten streckt sich mal kürzer, mal länger, doch eines bleibt immer gleich: Es steht viel Zeit für Dinge zur Verfügung, die innerhalb einer Saison zu kurz kommen. Hierzu zählt nicht ausnahmslos, aber doch zu einem gewichtigen Anteil auch das Scouting. Und so nutzte ich das lange Wochenende für einen kurzen Trip nach Dänemark, um in Kopenhagen nach Verstärkungen und insbesondere talentierten Spielern für die Zukunft zu suchen.

      Da im südlichsten skandinavischen Land am Donnerstag das nationale Pokalfinale stattfand - zwischen den Überraschungsfinalisten Silkeborg IF und Aarhus GF, die in der Liga nur auf Rang 5 und 6 eingelaufen sind, und überhaupt keiner der großen drei aus FC Kopenhagen, Bröndby IF und Midtjylland das Viertelfinale überstanden hat -, hatte ich sogar die Möglichkeit, mehr als nur lokale Kopenhagener Clubs abzuklappern. Das Spiel selbst war recht ausgeglichen und wurde durch ein einziges Tor von Oliver Sonne (38.) entschieden. Ansonsten war es eine umkämpfte Partie mit vielen gelben Karten und einigen Torchancen auf beiden Seiten, die wegen hitziger Atmosphäre und Rauchschwaden durch geworfene Feuerwerkskörper kurzzeitig sogar vor dem Abbruch stand.



      Der Torschütze des Tages, Oliver Sonne, stand dabei durch seine gute Defensivleistung und natürlich sein Tor im Fokus. Doch wer ist dieser 22-jährige, flexibel links und rechts einsetzbare Außenverteidiger? Geboren in Dänemark, entschied er sich 2023 auf Anfrage von Perus Coach Juan Reynoso dennoch dafür, für das Land, aus dem seine Großmutter mütterlicherseits, Elsa Schmidt-Müller stammte, aufzulaufen. Sein Debüt für das südamerikanische Land gab er dann erst kürzlich am 22. März diesen Jahres im Freundschaftsspiel gegen Nicaragua.

      Übrigens war Sonne ursprünglich eher ein Box-to-Box-Mittelfeldspieler und wurde erst in seiner späten Jugend zum Außenverteidiger umgeschult - die Lauffreude kommt ihm dabei allemal zu Gute. Und er hatte bereits ein Probetraining bei Olympique Marseille, entschied sich aber dafür, in Dänemark zu bleiben und wechselte zum FC Kopenhagen. Über die Stationen HB Køge (sein vorangegangener Jugendclub) landete er schließlich in Silkeborg, wo er noch bis Juni 2026 unter Vertrag steht und sich bereits zum Stammspieler entwickelt hat. So ist Oliver Sonne Christensen in jedem Fall ein Spieler, den ich auf meine Scoutingliste aufnehmen werde. Und das nicht nur, weil seine Tante die weltberühmte Helena Christensen, ihres Zeichens Supermodel und Miss Dänemark 1986, ist.

      Und wer weiß, vielleicht wird Oliver Sonne der nächste Export aus Dänemark, der irgendwann mal bei Aston Villa groß aufspielt. Die Historie gibt einige Beispiele für sehr erfolgreiche Karrieren, genannt seien die legendären Peter Schmeichel, Thomas Sørensen und Martin Laursen. Letztgenannter begann seine Profikarriere übrigens auch bei Silkeborg. Wo Licht ist, ist aber auch stets Schatten, und so sei mahnend an den Transfersommer 2013 erinnert, als ein gewisser Jores Okore und ein Nicklas Helenius mit Vorschusslorbeeren aus Nordsjaelland bzw. Aalborg losgeeist wurde. Okore kostete 4,7 Mio. € Ablöse und konnte sein Potenzial nie abrufen, nach drei Jahren und nur 38 Einsätzen kehrte er zurück nach Kopenhagen, landete letztlich in China und ist heute vereinslos. Helenius, damals 22, kostete immerhin nur 1,5 Mio. €, wurde nach einer Saison zurück an Aalborg verliehen und blieb dort letztlich auch ablösefrei. Nach mehreren Leihen und Wechseln vor allem innerhalb Dänemarks. Im letzten Sommer kehrte Helenius dann von Silkeborg zu seinem Jugendclub nach Aalborg zurück...

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