Udinese Calcio | News

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    • Gekommen um zu bleiben


      Eigentlich sollte Jannis Blaswich nur eine Saison bleiben. Die Rahmenbedingungen waren klar. Blaswich kommt als Leihe vom FC Bayern und geht damit den gleichen Weg wie sein Vorgänger Diant Ramaj. Eine feste Verpflichtung war zu diesem Zeitpunkt kein Thema. Doch in den letzten Tagen kam eine neue Dynamik auf. Der deutsche Rekordmeister benötigte schnell Geld und stellte den 35-jährigen zum Verkauf. Und auch wenn Blaswich seine Qualität bei Udinese noch kaum zeigen konnte, machten die Verantwortlichen schnellen Prozess. Für 9 Millionen wechselt Blaswich fest nach Italien, der sich sehr glücklich über den Wechsel zeigte: "Ich bin froh, nun fester Bestandteil von Udinese Calcio zu sein. Die letzten Wochen waren sehr turbulent für mich. Nun habe ich endlich wieder einen festen Verein und möchte zeigen, dass die Verantwortlichen die richtige Entscheidung getroffen haben."





    • Rückrunde im Schnelldurchlauf


      Ruhig ist es geworden um Udinese Calcio. Der Grund dafür ist, dass die Rückrunde deutlich unspektakulärer verlief als große Teile der Hinrunde. Zur Saisonhälfte träumten einige Fans noch von Europa. Dieser Traum konnte im Verlauf der Rückrunde jedoch ziemlich schnell begraben werden. Zu schwach war dafür die Rückrunde, die mit 22 Gegentreffern nur defensiv zu überzeugen wusste. 15 Tore (zweitschwächste Offensive) und Platz 18 in der Rückrundentabelle geben allerdings Anlass zur Sorge. In der Endabrechnung steht ein 14. Platz für Udinese zu Buche. Zum ersten Absteiger, Sampdoria Genua, waren es letztendlich immerhin 9 Punkte Abstand. Zu Platz 10 und damit Europa, sind es jedoch schon 12 Punkte. Vergleicht man die Leistung zur Vorsaison, wurde sich minimal verbessert: 1 Platz, 3 Punkte und 5 Gegentore weniger, dafür 1 Tor weniger erzielt. Nun möchten die Verantwortlichen die Saison analysieren, die, den Vereinsfarben würdig, viel schwarz und weiß brachte.





    • Backhaus vor dem Aus?


      Klassenerhalt geschafft, Ziel erreicht. Es könnte eigentlich eine ruhige Sommerpause werden – eigentlich. Im Hintergrund wird nach der schwachen Rückrunde über die Zukunft von Trainer Hainer Backhaus diskutiert. Besonders die Niederlagen gegen Cremonese, Sampdoria (beide 0:1) und Pisa (0:2) sind den Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Dem 44-jährigen könnte das gleiche Schicksal ereilen wie zuvor schon bei Eintracht Braunschweig. Die Spielidee von Backhaus gilt als zu eindimensional. Wenn das Pressing orientierte Spiel nicht funktioniert, fehlen der Mannschaft offensiv meist die Alternativen. Dies zeigte sich vor allem in der Rückrunde, nachdem sich die Vereine auf den Backhaus-Stil eingestellt haben und Udinese lediglich zur 15 Toren kamen. Lediglich Absteiger und Rückrunden-Schlusslicht Lecce erzielte noch weniger Tore. Daher stellt sich nun die Frage, ob Backhaus für eine langfristige Entwicklung der richtige Mann ist. Der Trainer selbst weilt bereits im Urlaub, Manager Gökhan Inler steht für eine Statement nicht zu Verfügung. Die Entscheidung, ob es mit Backhaus weitergeht, soll in den kommenden Tagen fallen.





    • Das große Ausmisten – Teil 2


      Udinese Calcio steht weiterhin unter hohem finanziellem Druck. In den letzten Monaten sind die Kaderkosten zwar deutlich reduziert worden, jedoch bedarf es einer weiteren Reduzierung um 20 bis 30 Prozent, um langfristig wirtschaftlich arbeiten zu können. Daher wird sich zum Ende der Saison von weiteren verdienten, aber teuren Spielern getrennt. So schloss sich Pierluigi Gollini bereits dem OSC Lille an, Wesley Saïd verlässt den Verein in Richtung Katar, Domingos Duarte geht nach Brasilien und auch Fred könnte den Weg in sein Heimatland einschlagen. Trotz den finanziell nachvollziehbaren Entscheidungen stellt sich die Frage, wie diese Spieler qualitativ zu ersetzen sein werden. Hier bediente sich Manager Inler bei bislang eher unbekannten Lösungen. Aus Leipzig holte er Ersatzkeeper Ron-Thorben Hoffmann, ebenso kam von dort Jhoanner Chavez als weitere Alternative in der Abwehr. Killian Corredor (Emmen) und Omri Gandelman (Bournemouth) sollen die Lücken im Mittelfeld schließen. Alle haben gemeinsam, dass sie bei ihren Vereinen ausgemustert wurden. Nun sollen sie bei Udinese die Schlüsselspieler der vergangenen Jahre ersetzen. Ein riskantes Unterfragen. Inler versichert aber, dass trotz der finanziell angespannten Lage weitere Anstrengungen unternommen werden, um Udinese sportlich wettbewerbsfähig zu halten.