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      Ausgabe #
      1161

       
      1.FSV Mainz 05
      Tetê im zweiten Anlauf


      Im Zuge des Russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, gehörte er zu den wohl namhaftesten Profis, welche von der FIFA- & UEFA-Sonderregelung Gebrauch machen konnten, welche besagt, dass man einen russischen oder ukrainischen Klub außerhalb eines Transferfensters unter der Berücksichtigung bestimmter Modalitäten verlassen kann. Die Rede ist von Tetê (22 Jahre, Foto oben).

      Der Brasilianer wechselte im Jahr 2019 für 15 Millionen Euro von Gremio zu Shakhtar Donetsk, welche bekanntermaßen den Ruf genießen, allerhand extrem talentierte Brasilianer zu entdecken bzw. zu sich zu lotsen. Spieler wie Willian, Fernandinho, Fred oder Douglas Costa machten allesamt ihren ersten Schritt in Europa bei Shakhtar Donetsk und starteten danach zum Teil Weltkarrieren.


      Mainz wollte Tetê schon im Frühling


      So wechselte also auch Tetê zunächst mit nur 19 Jahren nach Donezk, bzw. Lviv und Kharkiv, denn aufgrund des schon lange andauernden Konflikts in der Ostukraine, spielte Shakthar schon längst nicht mehr in Donezk, sondern in anderen Stadien. Der junge Brasilianer schlug sofort ein, absolvierte 108 Spiele für Donezk und erzielte dabei 31 Tore und 15 Vorlagen.

      Es sah also ganz so aus, als würde der nächste Willian/Douglas Costa/usw. in der Pipeline bereit stehen. Doch dann kam der Krieg. Er veränderte alles, spülte den Außenstürmer Tetê aber immerhin schneller als erwartet auf den BOM Markt. Im April 2022 war er erstmals zu haben. In einem Wettbieten unterlag Mainz der nationalen Konkurrenz aus München nur knapp, so dass es den Brasilianer erstmal zu den Bayern zog.

      Tetê machte sich gut, schien sich sofort an die anspruchsvollere Liga gewöhnt zu haben. Ergo steigerte er seinen Wert, so auch aus Sicht des 1.FSV Mainz 05. Diese waren nun bereit stolze 137 Millionen Euro für den Brasilianer auf den Tisch zu legen. Eine Summe, die es unstrittig in sich hat, aber wohl auch zum Teil mit dem Fakt begründet werden kann, dass man ihn wenigstens im zweiten Anlauf unbedingt haben wollte.

      Der Mainzer Manager King of Swing gibt sich bei einer Prognose über Tetês weiteren Werdegang vorsichtig: "Wir haben bestimmt etwas über den Marktwert gezahlt. Tetê ist natürlich eine Wette auf die Zukunft, die auch gut und gerne nicht aufgehen kann. Wir wollen auf verschiedene Pferde setzen und er ist nun eines davon. Ich sehe in ihm einen herausragend talentierten Außenstürmer, der den Unterschied in einem Spiel ausmachen kann. Trotzdem wird man erst in einem, vielleicht zwei Jahren seriös sagen können, ob er dieses Geld auch wirklich wert ist."

      Wissenswert: Die Ablöse für Tetê bezahlte Mainz noch ohne die Einnahmen aus den Neymar-, de Gea- oder Müller-Verkäufen.

       
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      Ausgabe #
      1162

       
      Mainzer Talente-Report 17
      Die Kreuzband-Ausnahme

      Das Fördern von eigenen Talenten gehört seit jeher zur Philosophie des 1.FSV Mainz 05. Während die Profis nach Möglichkeit Erfolge einfahren sollen, werden im Hintergrund vielversprechende Spieler weiterentwickelt, welche eines Tages in die Fußstapfen der 'Großen' treten sollen. Um die Übersicht über die Spieler und deren Entwicklungen zu behalten, wird 'geMAINZam' in unregelmäßigen Abständen Talente-Reporte veröffentlichen. Diese geben Einblick zum Status Quo einzelner Spieler. Auch für mögliche Kauf-Interessenten können die Mini-Berichte von Interesse sein, ist doch abzulesen, von welchen vermeintlichen Juwelen sich der FSV unter Umständen trennen könnte.



      Ángel Alarcón (18 Jahre) - Das Mainzer Management ist schon recht konsequent, wenn sich ein Jugendspieler eine schwere Verletzung zuzieht. Diese Erfahrung mussten in der jüngeren Vergangenheit etwa Andri Gudjohnsen (20) und Anssi Suhonen (21) machen. Beide rissen sich als Jugendspieler das Kreuzband und Mainz bemühte sich, die beiden Talente so schnell wie möglich loszuwerden (, was auch gelang).

      Natürlich gibt es zahlreiche Beispiele an glorreichen Comebacks nach Kreuzbandverletzung, aber die Mainzer Vorgehensweise ist dabei einfach rational und kühl: Das Kaderlimit ist traditionell stets ausgereizt und eine oder zwei - überspitzt formuliert - "Kaderleichen" über 1 bis schlimmstenfalls 2 Jahre kann man sich nicht erlauben.

      Und doch machte Mainz eine Ausnahme: Bei Ángel Alarcón. Der junge Spanier riss sich ebenso das Kreuzband und Mainz hielt entgegen der üblichen Vorgehensweise trotzdem an ihm fest. Insgesamt 14 Monate pausierte Alarcon, ehe er nun sein Comeback feierte. In seinen ersten Spielen deutete das ehemaligen Barca-Talent an, dass es in der Reha-Zeit nichts verlernt hat. Wir drücken die Daumen, dass sich das Warten für Mainz gelohnt hat.

      Tendenz: Natürlich wäre es absurd, nach 14 Monaten Wartezeit ausgerechnet jetzt Alarcon wieder abzugeben. Der Spanier bleibt definitiv in Mainz.

      Keanu Kraft (19 Jahre) - Alarcon erlebte das warmherzige Mainz, Keanu Kraft wird wohl das kaltherzige Mainz erleben. Der arme Kerl zog sich einen Joint rein und wurde anschließend des Dopings überführt. THC nachgewiesen ist - aktuell - noch ein Ausschlusskriterium im Hochleistungssport. Aus menschlicher Sicht wünscht man ihm alles Gute und einen neuen Anlauf im Profifußball, aber aus ökonomischer Sicht wird Kraft den heiß begehrten Platz im Kader räumen müssen.

      Tendenz: Mainz biete Kraft bereits kostenlos an. Wenn ihn keiner will, wird man das Arbeitspapier auflösen müssen.


       
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      Ausgabe #
      1163

       
      1.FSV Mainz 05
      Zu spät und zu zögerlich


      Ein paar Millionen Euro stehen zum Saisonende noch aus, doch ein Großteil der durch die Spielerverkäufe generierten Transfereinnahmen ist bereits auf dem Mainzer Vereinskonto eingegangen.

      Wie in Ausgabe #1158 angedeutet, manövriert sich Mainz jedoch langsam aber sicher in eine unkomfortable Lage, denn die Bilanzprüfung winkt schon am Horizont. Diese wird in der Saison 2022|1 aufgrund des Adventskalenders im Dezember 2022 mutmaßlich um ein paar Wochen später als gewohnt stattfinden, allerdings scheint die Zeit bis dahin trotzdem zu rasen.

      Zur Erinnerung: Bei der Bilanzprüfung (BP) müssen Beträge jenseits der 100 Millionen Euro teuer versteuert werden. Eine Situation, die Mainz zumindest in größerem Umfang selbstredend vermeiden möchte.

      Die Idee ist natürlich simpel: Das Geld soll in andere Werte, nämlich Spielerwerte investiert werden. Ursprünglich wollte Mainz von den beiden Verkäufen von Neymar und de Gea gleich drei neue Spieler kaufen. Mittlerweile wurde jedoch mit Florian Müller ein weiterer Spieler lukrativ verkauft und überhaupt stehen noch andere Einnahmen am Saisonende an.

      Es läuft also entweder auf deutlich mehr als drei Neuzugänge hinaus oder vielleicht doch auf einen richtig großen Wurf und dazu ein paar Perspektivspieler. Doch wer gibt schon am Saisonende diesen großen Wurf, also ein klares Supertalent oder einen unumstrittenen Star im besten Alter ab?

      Mit der Verpflichtung von Tetê (22 Jahre) könnte man meinen, dass bereits ein Teil des Geldes ausgegeben und ein Perspektivspieler verpflichtet wurde, doch das Problem ist: Das ausgegebene Geld hatte Mainz ohnehin auf dem Konto, die Transfereinnahmen aus den vergangenen Wochen waren irrelevant.


      Vieira & Malacio kommen nicht


      "Aktuell befinden wir uns noch in einer Art spontanen Beobachtungsphase", meint Manager King of Swing. "Wir beobachten also aktiv den Markt und gucken, welche Spieler auf diesem platziert werden. Wir spekulieren natürlich darauf, dass der eine oder andere Verein vielleicht schon etwas Geld für den Adventskalender einnehmen möchte, bei dem man ja reihenweise Schnäppchen schießen kann."

      Spontan stieg man daher in der Auktion um den talentierten Portugiesen Fabio Vieira (22) mit ein. Das Mainzer Angebot hätte gereicht, um den Mittelfeldspieler an Land zu ziehen, doch es kam wenige Sekunden zu spät. Der Portugiese hatte sich bereits mit Atletico de Madrid @effzeh geeinigt.

      Nicht zu spät, sondern zu zögerlich zeigte sich Mainz bei Tyrell Malacia (23). Dieser wurde von Juventus FC öffentlich angeboten. Die Mainzer versuchten die Italiener jedoch noch im Preis runterzuhandeln und diverse Klauseln einzubauen, welche die Ablöse erst im Erfolgsfall erhöht hätten. Eine legitime Vorgehensweise, doch die alte Dame unter der Leitung von @Sheva entschied sich - nachvollziehbarerweise - lieber für das vermeintlich sicherere Modell, so dass es Malacia auf Leihbasis zu Willem II und @Molle zieht, welche über eine entsprechende Kaufoption verfügen, die wohl in jedem Fall gezogen werden soll.

      "In beiden Fällen ist es natürlich aus unterschiedlichen Gründen meine Schuld, dass der jeweilige Spieler nun woanders spielt und nicht in Mainz", meint King of Swing. "Doch ich sehe es noch entspannt. Die beiden Spieler Vieira und Malacia sind super interessant gewesen, aber eben auch keine absoluten Wunschspieler. Wir haben, wie gesagt, den Markt beobachtet und spontan reagiert. Wir werden jetzt noch ein paar Tage in dieser Beobachtungsphase bleiben und wenn sich nichts ergibt, dann natürlich gezielt auf unsere Wunschspieler zugehen, sofern wir eine Chance sehen, sie für Geld zu bekommen."

       
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