AUSGABE #1260 |
Bereit machen für Nr.44 |
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GeMAINZam sind wir stark
Der Monat
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AUSGABE #1261
"Das ist Cubarsi-Niveau"
Weltweit hört man es unter Kindern, Jugendlichen und auch unter Profifußballern: 67 hier, 67 da, sixseven überall. Doch wird die Zahl in Mainz bald verdrängt von der 44?
Diese trägt Luka Vušković (18 Jahre) auf dem Rücken, in Anlehnung an seinen wegen vermeintlichen Dopings gesperrten Bruder Mario Vušković. Beim Hamburger SV war das Trikot mit der Rückennummer 44 ein Kassenschlager, schon unter Mario und erst Recht unter Luka.
Doch ist das in der Geschichte des Luka Vušković eine Randnotiz. Hoch emotional, ja, aber im Endeffekt nicht mehr als eine nette Story - und vor allem nicht der Grund, warum der 1.FSV Mainz 05 eine schwindelerregende Ablösesumme für den 18-Jährigen Kroaten auf den Tisch legte (siehe vorherige Ausgabe).
Die Ablösesumme des 1.FSV Mainz 05 resultiert aus harten Fakten. Kein Hobby-Scout findet Vušković ganz toll, kein Berater kann ihn werttechnisch smart bei einem großen Klub unterbringen, sondern die reinen Leistungen sind für einen 18-Jährigen einfach atemberaubend.
Schon früh zeigte sich etwa die Torgefahr des Innenverteidigers. Im Alter von 16 Jahren verlieh ihn Ausbildungsklub Hajduk Split an Radomiak nach Polen, dort steuerte er 3 Tore in 14 Spielen bei. Letzte Saison ging es dann zum KVC Westerlo in die belgische Jupiler Pro League. Quote: 7 Tore in 28 Ligaspielen. Als 17-Jähriger Innenverteidiger.
Vušković trifft per Kopf und per Fuß. Seine Fußhaltung bei seinen gefährlichen Freistößen sieht fast schon unnatürlich aus, doch resultiert sie aus fleißigem Training und vielen Zusatz-Stunden mit Privattrainern.
Am stärksten ist er freilich mit dem Kopf, was sich auch defensiv logischerweise bemerkbar macht. Mit 80% gewonnener Kopfballduelle gehört er nicht nur in der Bundesliga, sondern europaweit zu den stärksten Abwehrspielern in dieser Kategorie. Im Spiel des HSV gegen Union Berlin gewann er gar 18 Kopfballduelle. Eine Marke, die in den sechs größten Ligen Europas in den letzten fünf Jahren kein anderer Spieler erreichte.
Hinzu kommen eine extreme Zweikampfstärke sowie ein fantastisches Passspiel im Spielaufbau. "Man muss immer wieder betonen, dass das alles bereits jetzt schon da ist. Das sind verbriefte Werte und Fakten. Für einen 18-Jährigen", frohlockt Manager King of Swing. "Wir reden hier nicht von Ansätzen und theoretischem Potenzial, das ein junger Spieler hat, der sich mal zu einem Topspieler entwickeln könnte. Nein, wir reden davon, dass er bereits jetzt diese Werte eines Topspielers hat. Das ist in diesem Alter nur vergleichbar mit Pau Cubarsi. Das ist Cubarsi-Niveau."
Nun sind die beiden Spieler Cubarsi und Vušković zweifellos unterschiedliche Spielertypen, doch hinsichtlich ihres Alters in Relation zu der bereits auf den Platz gebrachten Leistungen wiederum sehr ähnlich. Die vielleicht größte Ähnlichkeit der beiden: Die Mentalität. Wie Cubarsi weiß auch Vušković um seine Stärken und dirigiert bereits in jungen Jahren die Abwehr, geht vorbildlich mit Rückschlägen um und strahlt Siegermentalität aus.
Übrigens: In ca. sieben Stunden wird Cubarsi 19 Jahre alt und dann darf sich Luka Vušković einen Monat lang als wertvollster U18-Verteidiger der Welt betiteln. Ende Februar zieht der Kroate dann nach und wird zum zweitwertvollsten U19-Verteidiger der Welt.
Stellt sich abschließend die Frage, warum der 1.FSV Mainz 05 den 2-fachen A-Nationalspieler Kroatiens wieder an den HSV verlieh und nicht selbst für die Saison 2026|1 in den Kader integrierte? "Das ist leider eine einfach zu beantwortende Frage", so King of Swing. "Luka hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit bei uns einen wichtigen Part eingenommen, aber seine Leihe zurück nach Hamburg war sowas wie das i-Tüpfelchen in den Verhandlungen - und daran sollte es natürlich nicht scheitern. So freuen wir uns auf ihn in der nächsten Saison." -
AUSGABE #1262
Wer ist Ichem Ferrah?
Kurz vor Weihnachten beschenkte sich der 1.FSV Mainz 05 mit dem Transfer von Ichem Ferrah nach Mainz. Ichem wer?
Ichem Ferrah (20 Jahre, Foto oben)! Ein 20-Jähriger Franzose, dessen Herz aber für das Land seiner Eltern, Algerien, schlägt und vor wenigen Jahren zumindest im französischen Nachwuchsfußball dem einen oder anderen Scout ein Begriff gewesen sein dürfte.
Doch entgegen der großen Hoffnungen Ferrahs und seines Ausbildungsvereins LOSC Lille, entwickelte sich Ferrah bei seinen ersten Schritten im Profifußball nicht sofort zum gestandenen Profifußballer. In der Folge wurde Ferrah in die Keuken Kampioen Divisie zum SC Cambuur ausgeliehen.
Dort fiel der extrem trickreiche und flinke Außenstürmer den Mainzer Scouts ins Auge, so dass man ein Angebot für den 20-Jährigen vorbereitete. Dieses ging an OGC Nice, welche Ferrah vor ca. einem Jahr noch für 15 Millionen Euro von Talente-Jäger Jahnler und Genoa CFC kauften.
Beim Preis musste OGC Nice dann aber doch Abstriche machen, da Ferrah ein Jahr älter aber nicht nennenswert weiter in seiner Entwicklung war. Mainz legte immerhin noch zehn Millionen Euro für den Franzosen bzw. Algerier auf den Tisch.
"Das, was wir von ihm im Trikot von Cambuur gesehen haben, lässt mich daran glauben, dass er solche Leistungen auch in einer großen ersten Liga zeigen kann", erklärt Mainz-Manager King of Swing den Transfer. "Mit 20 Jahren muss er jetzt diesen Schritt machen und ich möchte, dass er ihn in Mainz macht. Er ist sicher keines dieser Talente, auf dessen Entwicklung wir 2-3 Jahre warten werden, sondern einer, bei dem wir innerhalb der nächsten zwölf Monate den großen Sprung erhoffen."
Ferrah wird künftig im Reserveteam des 1.FSV Mainz 05 auflaufen und dort mit seiner trickreichen Spielweise zweifellos für Belebung auf den Außenbahnen sorgen. -
AUSGABE #1263
Anderson als Sinnbild der Bemühungen
Nach dem gelungenen Transfercoup von Luka Vušković (18 Jahre, siehe Ausgabe #1261 und #1260) war man in Mainz voller Euphorie: Auf zum nächsten Transfer!
Doch mehrere Transferbemühungen blieben letztlich erfolglos. In der einen oder anderen Transferverhandlung wähnte man sich schon auf der Zielgeraden, bei anderen ging es wiederum kaum nennenswert über die Startlinie hinaus.
Am ehesten schien die Verpflichtung von Elliot Anderson in greifbarer Nähe gewesen zu sein. Der 23-Jährige Engländer war das beste Pferd im Stall von Girondins de Bordeaux und dementsprechend wollte Bordeaux-Manager @Patrice eine lukrative Ablöse erzielen.
Dem war Mainz auch bereit Folge zu leisten und schnürte ein nettes Transferpaket für die Franzosen. Um in der Metaphorik eines Rennens zu bleiben: Auf den letzten Metern überholte Manchester United den FSV und lockte den begehrten Anderson zu sich, zugegebenermaßen auch mit einem sehr starken Transferpaket.
Mit Anderson hätte man gerne das Mainzer Mittelfeld der Zukunft gestaltet, da man in dem Engländer sehr großes Potenzial sieht, doch flugs musste man sich umorientieren. Oder auch nicht, denn von dem anderen Objekt der Begierde, Adam Wharton (21), konnte man sich schon vorher verabschieden, denn die Verhandlungen mit Manchester United - das mit Anderson und Wharton nun beide Mainzer Wunschspieler im Mittelfeld hat - wurden recht schnell im Keim erstickt.
Da der FSV grundsätzlich mit seinem Kader zufrieden ist, sollte nach den Absagen bei Anderson und Wharton nicht auf Teufel komm raus noch ein großer Transfer umgesetzt werden, zumal mit Luka Vušković bereits ein Big-Deal in dieser Saisonvorbereitung umgesetzt werden konnte. Trotzdem kam es zu einer weiteren, gescheiterten Transferverhandlung.
In dieser ging es um einen Spieler von internationalem Format, der hinsichtlich seiner Klasse zweifellos gut nach Mainz gepasst hätte, allerdings jedoch eigentlich kein Wunschspieler des FSV war. Stattdessen kam der Manager eines anderen Vereins gezielt auf den FSV zu, um einen Wunschspieler aus dem Mainzer Kader zu bekommen und brachte dafür seinen Schützling ins Spiel. Der genannte Schützling unterschrieb dann jedoch innerhalb kurzer Zeit bei einem anderen Verein und nicht beim FSV.
Wenngleich King of Swings Managerpendant auf der anderen Seite transparent dargestellt hat, dass es noch ein anderes Gespräch gab, kam das Scheitern der Verhandlung am Ende etwas überraschend, wie King of Swing zugibt: "Es war schon etwas überraschend und ungewöhnlich, aber am Ende auch kein Problem. Die Verhandlungen waren trotzdem fair und nett und letztlich war es ja auch kein Wunschspieler von uns."
Nun ist der FSV weiterhin gewillt das Gesicht des Teams auf 1-2 Positionen zu verändern, allerdings ist nicht mehr von einem großen Transfer vor Saisonstart auszugehen. Vielmehr wird man die Transferbemühungen mit in die Saison nehmen und wohlüberlegt vorgehen. -
AUSGABE #1264
Martes und ein Rekord
Der heute 64-Jährige René Coufreur hat es in seinem Fußballerleben nicht wirklich weit gebracht, ohne ihm dabei zu Nahe treten zu wollen. Sechs Eredivisie Einsätze im Jahr 1985 für Sparta Rotterdam waren es, mehr nicht. Doch plötzlich taucht der Name Coufreur im Kontext Spartas wieder auf, denn ein alter Rekord wurde egalisiert.
Coufreur waren nämlich der letzte Sparta-Spieler, dem es gelungen ist, seine ersten vier Eredivisie-Spiele allesamt zu gewinnen. Im Jahr 2026, also rund 40 Jahre später, ist der Rekord nun nicht mehr exklusiv. Lushendry Martes (17 Jahre, Foto oben) heißt der junge Spieler, dem dieses Kunststück in seiner noch jungen Karriere nun ebenso gelungen ist. Damit ist er sieben Jahre jünger als einst Coufreur und verhilft überdies dem ehemaligen Sparta-Spieler zu neuer Bekanntheit.
Doch, um fair zu bleiben, sprechen die Siege einer Mannschaft natürlich nicht für das Talent eines Spielers. Sparta hätte auch alle vier Spiele verlieren und Martes trotzdem herausragend gespielt haben können - und umgekehrt. Daher war die Siegesserie freilich nicht der Grund, warum der 1.FSV Mainz 05 knapp 16 Millionen Euro für den jungen Niederländer Martes auf den Tisch legte. Im Erfolgsfall kann die Ablöse sogar noch um einige Millionen Euro höher ausfallen. Mindestens weitere fünf Millionen Euro werden recht sicher noch nach Rotterdam wandern.
Der interessante vier-Spiele-vier-Siege Rekord mal beiseite geschoben, waren es vielmehr Martes herausragende Qualitäten, welche den FSV schon im Dezember auf Martes' Spur gebracht haben. Kurz vor Jahreswechsel wurde der Transfer bereits dingfest gemacht, weil Martes schon in den Jugendmannschaften Spartas über eine hohe Spielintelligenz gepaart mit einer feinen Technik verfügte. Gute Passqualitäten, ansprechende Kopfballqualität und flexibel als Rechts- und Innenverteidiger einsetzbar vervollständigten den guten Eindruck.
So wird der aktuelle U18-Nationalspieler also künftig nicht mehr für Sparta auflaufen, sondern für die Reserve des 1.FSV Mainz 05. Ein letztes Spiel - im realen Fußball - wird er noch für Sparta bestreiten. Am 31.01. geht es gegen den FC Groningen und wenn Sparta das gewinnt, dann wird man nicht mehr über René Coufreur reden, sondern ganz kurz über Bert Veldhoen. Der war bisher nämlich der einzige Spieler in der Geschichte Spartas, der sogar alle fünf Spiele gewinnen konnte. Vielleicht bald nicht mehr der einzige? -
AUSGABE #1265
Ein Mittelfeld voll mit Chefs
Schon in der letzten Saison war er aus dem Mainzer Mittelfeld nicht mehr wegzudenken. Martin Zubimendi (26 Jahre, Foto oben) kam auf 32 Ligaspiele (7 Tore) und 17 Pokalspiele (6 Tore) in der abgelaufenen Saison 2025|1 und war damit ein absoluter Schlüsselspieler im Team des FSV.
Das Mittelfeld schien 2025|1 ohnehin in Stein gemeißelt und auch 2026|1 wird es wieder so sein. Da sich der Transfer von Elliot Anderson zerschlagen hat (siehe Ausgabe #1263), wird man auf die bekannte wie geballte Star-Power im 05er Mittelfeld setzen. Oder auch: Chef-Power!
Mit den Spielern Martin Zubimendi, Alexis Mac Allister (27) und Federico Valverde (27) hat man dort schließlich gleich drei Weltklasse-Mittelfeldspieler, die zugleich über hohe Führungsqualitäten verfügen. Alle drei sind zudem als Strategen bekannt, die ein Spiel und vor allem den Rhythmus bestimmen können. Doch unterscheiden sich die drei auch durchaus voneinander: Zubimendi nimmt den defensivsten Part ein, Mac Allister orientiert sich knapp davor auf dem Platz. Valverde kann so ziemlich alles: Vom defensiven bis zum zentralen Mittelfeldspieler, vom Rechtsverteidiger bis ins rechte Mittelfeld.
Doch sind die drei "Chefs" in erster Linie für die Strategie zuständig. Das Spektakel besorgen die anderen beiden: Michael Olise (24) und Kvicha Kvaratskhelia (24). Insbesondere "Kvara" sorgte in der abgelaufenen Saison mit 10 Toren in 33 Spielen für mächtig Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus. Olise blieb mit nur zwei Treffern noch hinter den Erwartungen zurück, doch geht man in Mainz fest davon aus, dass der Franzose, immerhin auf Platz 8 der wertvollsten Spieler der Welt, in der kommenden Saison 2026|1 seinen großen Mainz-Durchbruch feiern wird.
So bleibt es also trotz der Transferbemühungen beim altbewährten Mittelfeld, mit Michael Olise als mutmaßlich weiteren, neuen Fixpunkt. Da man mit Eberechi Eze (27) einen weiteren hochkarätigen Mittelfeldspieler per Leihe bis zur Saisonhälfte abgegeben hat, ist zugegebenermaßen auch kein großer Spielraum für Mittelfeld-Experimente vorhanden. Man wird versuchen in der zweiten Reihe spannende Mittelfeld-Nachwuchskräfte zu finden, während die gesetzten fünf Stars ihre - hoffentlich - herausragenden Leistungen auf den Platz abliefern. -
AUSGABE #1266
Ein Krypto-Engländer?
Das Verhältnis des 1.FSV Mainz 05 mit englischen Spielern ist ambivalent. Einerseits hat man mit Eberechi Eze (aktuell im Zuge des Vuskovic-Tranfers verliehen an den Hamburger SV) schon lange einen Profi im Kader, auf den man große Stücke hält und man kokettiert immer wieder mit englischen Starneuzugängen (zuletzt Jude Bellingham, Elliot Anderson, Adam Wharton). Andererseits kauft man selten im Talente-Bereich in England ein und hat abgesehen von den großen Stars keinen Bedarf an englischen Spielern.
Der Grund wurde in unserem Magazin geMAINZam in den vergangenen Jahren schon oft genug genannt: King of Swing schätzt den Markt für englische Talente als völlig überhitzt ein, das Rating entspreche keinen objektiven Maßstäben. Die "homegrown player rule" sorgt bekanntermaßen dafür, dass englische Spieler zum Teil absurde Marktwerte erhalten, die nicht ihren Leistungen entsprechen und die wohl auch kein Verein außerhalb Englands bereit wäre zu bezahlen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Daher erhalten auch englische Talente nach nur wenigen Profieinsätzen bei Topclubs zuweilen einen Marktwert, den ein vergleichbares Talent aus einem anderen Land wohl erst nach zwei bis drei Jahren auf Topniveau erhalten würde. Nicht selten können besagte England-Talente die Erwartungen nicht erfüllen und werden ebenso schnell wieder nach unten korrigiert. Überspitzt formuliert: Englische Talente sind ein bisschen wie die Krypto-Währung des Fußballs.
Da die Aussicht auf extrem schnelle, hohe Marktwerte verlockend ist, sind englische Talente der Topclubs entsprechend begehrt und werden entweder gar nicht erst zum Verkauf angeboten, oder sind außerordentlich teuer.
Nun setzte der 1.FSV Mainz 05 jedoch entgegen der eigenen Ansichten doch nochmal seine Karten auf einen englischen Jugendspieler, der aber auch preislich erschwinglich war und durch das genannte Raster fiel. Tyler Silsby (17 Jahre, Foto oben) ist sein Name und der junge Außenstürmer gilt als absoluter Zauberfuß aus der Akadamie von Brighton & Hove Albion.
Kaum ein Tor in der Jugend, das nicht irgendwie durch technische Raffinesse besticht, kaum ein Dribbling, das nicht zum Zungeschnalzen einlädt. Silsby steht für Spektakel, doch ob er den Sprung in den Herrenfußball schafft, ist freilich ungewiss. "Silsby bringt das komplette Paket mit, um ein herausragender Offensivspieler zu werden", meint Manager King of Swing. "Doch ist noch unklar, ob er auch das komplette Paket mitbringt, um ein herausragender Fußballprofi zu werden. Wir sind ja nicht beim Futsal."
Silsby, der 10 Millionen Euro kostete und im November von Brighton nach Mainz wechselte, ist mit seinen 17 Jahren indes noch jung und wird zweifellos Zeit bekommen, um die Frage, ob er nicht nur das Zeug zum Zauberfußballer, sondern Profifußballer hat, zu beantworten. -
AUSGABE #1267
Potulski der nächste Nachwuchs-Star?
Beim 1.FSV Mainz 05 darf man sich freilich nicht beschweren: Brajan Gruda, Paul Nebel, Nelson Weiper, Leandro Barreiro oder natürlich auch Torhüter wie Finn Dahmen. Der FSV-Nachwuchs produzierte in den letzten Jahren verlässlich Bundesliga-Profis und zum Teil sogar Nationalspieler. Dahmen war zuletzt mehrfach die Nr.3 Deutschlands, Nebel und Gruda standen auch schon im A-Kader und Barreiro ist Schlüsselspieler Luxemburgs.
Mit Kacper Potulski (18) schickt sich nun das nächste FSV-Talent an, diesen enorm erfolgreichen Weg einzuschlagen. Der 18-Jährige Pole erhielt von Manager King of Swing schon im November 2025 einen Profivertrag, doch erst jetzt (er)scheint sein Talente-Stern so richtig. Der 1.95m große Innenverteidiger spielt enorm abgeklärt für einen so jungen Verteidiger, aber auch zugleich frech und unbekümmert.
"Kacper ist ein Balleroberer, zugleich kopfballstark und er antizipiert die Räume der gegnerischen Angreifer sehr gut, fängt Bälle 1a ab", kommentiert King of Swing die Vorzüge des Talents. "Er hält mit seinen 18 Jahren problemlos auf dem Niveau von gestandenen Bundesliga-Profis mit, das ist schon bemerkenswert."
Potulski strahlt (noch?) nicht die Aura und Selbstgewissheit eines Luka Vuskovic aus, doch fehlen dem U21-Nationalspieler Polens im Vergleich zu Vuskovic auch runde 50-60 Profispiele. Während das vermeintliche Ausnahmetalent Vuskovic schon mit 16 Jahren in Polen und Kroatien, sowie mit 17 in Belgien als Profi aktiv war, stand Potulski kurz nach seinem 18.Geburtstag erstmals als Profi auf dem Feld.
Andere Topclubs sollen indes ein Auge auf den Innenverteidiger Potulski geworfen haben, doch King of Swing wiegelt ab: "Kacper bleibt bei uns. Ich sehe ihn zunächst als künftigen Abwehrchef unserer Reserve und eines Tages, wenn alles klappt, auch als Profi für unsere erste Mannschaft." -
AUSGABE #1268
Er will immer den Ball
Es ist nicht leicht in einem Team zu glänzen, das Woche für Woche enttäuscht und dem Abstieg entgegen schlittert. Doch Laurin Ulrich (21) gelingt dies. Er spielte zuletzt als Leihspieler beim 1.FC Magdeburg. Für den deutschen U20-Nationalspieler war die Wahl auf Magdeburg zunächst durchaus smart, denn dort übernahm im Sommer Markus Fiedler den Posten des Cheftrainers und Fiedler gilt als großer Förderer Ulrichs zu seinen Stuttgarter Jugendzeiten.
Doch - wir schrieben es bereits - Magdeburg enttäuschte und Fiedler wurde entlassen. Unter Fiedler-Nachfolger Petrik Sander ist Laurin Ulrich indes trotzdem gesetzt, denn - auch das schrieben wir bereits - er sticht trotz miserabler Mannschaftsleistungen einfach hervor. Der zentrale Mittelfeldspieler, der vor drei Wochen 21 Jahre alt geworden ist, zeigt am meisten Verantwortung von allen Spielern auf dem Platz, will und fordert immer den Ball.
Dank seiner technischen Fähigkeiten ist er für seine Mitspieler ohnehin Anspieloption Nr.1. "Laurin zeigt am Ball einfach eine große, technische Klasse und dazu eine spitzen Übersicht. Er ist der Spieler, der den überragenden Pass vor dem Vorlagen-Pass spielt", schwärmt King of Swing.
Ob es auch mal für die 1.Bundesliga oder gar für das internationale Geschäft reicht? Ungewiss, doch King of Swing will diese Wette gerne eingehen und lotste Ulrich in der Saisonpause für stolze 35 Millionen Euro zum 1.FSV Mainz 05. Bei dem Preis dürfte sicherlich auch eine Rolle gespielt haben, dass Ulrich bei anhaltender, positiver Entwicklung auch im Bereich der deutschen Nationalmannschaften weiterhin ein gefragter Mann sein dürfte.
Seit der U16-Nationalmannschaft ist Ulrich, aktuell U20-Nationalspieler des DFB, ein gefragter Mann und regelmäßig im Kader. Den Sprung in die U21-Nationalmannschaft traut King of Swing seinem neuen Schützling problemlos zu. Alles weitere steht gegenwärtig natürlich noch in den Sternen, doch eines ist klar: Egal wo er spielt, Ulrich wird den Ball fordern. Immer. -
AUSGABE #1269
Pavesi - der nächste Italien-Versuch
Italienische Talente beim 1.FSV Mainz 05? Schwierig. Mindestens genauso schwierig wie englische Talente. Während Manager King of Swing meistens aufgrund der zu hohen Preise die Finger von englischen Talenten lässt, ist es bei den Italienern schlicht und einfach das fehlende glückliche Händchen.
Bis auf wenige Ausnahmen - spontan erinnern wir uns vor Urzeiten an Torwart Mattia Perin - gab es bisher nahezu keinen italienischen Jugendspieler, der beim FSV den großen Karrieresprung gemacht respektive sich sogar ins Profiteam der 05er gespielt hat.
Stichwort Ausnahmen: Natürlich versucht man es immer mal wieder. Wie bei den Engländern (siehe Tyler Slysby, Ausgabe #1266) hat man beim 1.FSV Mainz 05 mit Alphadjo Cissé (19) und Richi Agbonifo (20) schon seit einer ganzen Weile auch zwei italienische Talente in seinen Reihen. Insbesondere mit der Entwicklung Alphadjo Cissés ist man beim FSV überaus zufrieden, wenngleich der 19-Jährige aktuell wegen einer Adduktorenverletzung verletzt ausfällt.
Die Verletzung mal beiseite geschoben, bestärkte Cissés Entwicklung die FSV-Verantwortlichen darin erneut ein Talent aus der Serie A ins Visier zu nehmen. Diesmal fiel die Wahl auf den 18-Jährigen Davide Pavesi. Dieser kam im Januar 2026 für 7,5 Millionen von US Cremonese zum FSV.
"Davide hat unsere Scouts durch seine starke Physis und Resilienz in Stresssituationen überzeugt", erklärt King of Swing. "Als Linksfuß kann er sowohl die linke Innenverteidigung bekleiden, als auch noch weiter außen als linker Verteidiger."
Der U18-Nationalspieler Italiens soll behutsam aufgebaut und perspektivisch in der Reserve des 1.FSV Mainz 05 eingesetzt werden. -
AUSGABE #1270
Kvaradona trifft & trifft
Schon in der letzten Saison zählte der Georgier Kvicha Kvaratskhelia (25 Jahre, Foto oben) zu den torgefährlichsten Spielern des 1.FSV Mainz 05. 10 Tore schoss er in 33 Bundesliga-Spielen - als Mittelfeldspieler.
Diese Saison schickt sich der Georgier an seinen eigenen Rekord zu brechen. Nach gerade mal fünf Spieltagen steht der Linksfuß bereits bei vier Toren. "Eigentlich brauchen wir bei seiner Formstärke aktuell gar keine Stürmer mehr", schmunzelt Manager King of Swing, der sich bekanntermaßen unlängst auch als Fan 'Kvaradonas' geoutet hat. "Sein Spielstil lockt die Menschen ins Stadion und lässt sie den Fernseher einschalten."
Nun war vor etwas mehr als drei Jahren (Mainz kaufte den Georgier im November 2022) noch nicht gänzlich klar, ob Kvaratskhelia wirklich dauerhaft in der Spitze des Weltfußballs seinen Platz einnehmen würde. Damals spielte der mittlerweile 25-Jährige bereits herausragend, trotzdem musste sich der FSV im Jahr 2022 einige kritische Kommentare anhören, als man die - zugegebenermaßen sehr hohe - Summe von 300 Millionen Euro für Kvaradona bezahlte.
Doch ist der 47-fache A-Nationalspieler Georgiens jeden einzelnen Cent wert gewesen und hat unlängst gezeigt, dass er seinen Platz im Weltfußball fest verankert hat. Die Leistungen des Linksaußen werden zweifellos auch in den nächsten Jahren auf Topniveau sein und im besten Fall trägt er weiterhin aus dem Mittelfeld heraus zu zahlreichen Toren des 1.FSV Mainz 05 bei. Stürmer wird man indes wohl trotzdem noch brauchen. -
AUSGABE #1271
Bundesliga? Alles beim Alten
Lionel Messi lächelt die Reporter freundlich an. Der 38-Jährige strahlt im Interview nach dem Bundesligaspiel gegen Arminia Bielefeld (2:0 aus Sicht des FSV, Anm. d. R.) die ganze Ruhe eines 38-Jährigen 196-fachen Nationalspieler Argentiniens aus. "Die Saison ist noch lang", kommentiert der achtfache Weltfußballer entspannt. "Wir werden unsere Punkte holen. Es ist doch alles beim Alten."
In diesem Moment hatte Messi indes nicht nur die genannte sportliche Karriereerfahrung auf seiner Seite, sondern auch die letzte Saison 2025|1. Da befand sich der 1.FSV Mainz 05 nach dem Saisonstart bzw. sogar bis zur Saisonhälfte in einer ähnlichen, tendenziell sogar noch schlechteren Situation als in der jetzigen, noch jungen Saison 2026|1.
Nach fünf Bundesligaspielen steht der FSV zur Zeit nur auf dem dritten Rang. Eine Niederlage am 1.Spieltag gegen den FC Bayern München reichte aus, um sich zunächst hinter Borussia Dortmund (1.) und FC Bayern München (2.) in der Tabelle anstellen zu müssen.
Letzte Saison hatte man indes zur Saisonhälfte noch einen großen Rückstand auf den BVB - und wurde am Ende in einem spektakulären Finale am letzten Spieltag dann doch noch deutscher Meister. Aktuell ist ein Punkt Rückstand zu diesem Zeitpunkt der Saison freilich alles andere als besorgniserregend.
Doch selbst wenn es noch mehr Punkte werden sollte, wird Lionel Messi mit seiner Erfahrung schon dafür sorgen, dass beim 1.FSV Mainz 05 alle die Ruhe bewahren und sich an die letzte Saison erinnern. Bundesliga? Alles beim Alten, kennen wir doch schon.
Verein SP S - U - N Tore Diff. Pkt. Trend 1 
Borussia Dortmund 5 4 - 1 - 0 14 : 3 +11 13
+ 12 
FC Bayern München 5 4 - 1 - 0 13 : 2 +11 13
- 13 
1. FSV Mainz 05 (M, P) 5 4 - 0 - 1 12 : 5 +7 12
04 
SC Freiburg (A) 5 3 - 1 - 1 4 : 2 +2 10
+ 15 
Eintracht Frankfurt 5 2 - 3 - 0 6 : 3 +3 9
- 1 -
AUSGABE #1272
Talente-Report 21
Im möglichst regelmäßig wiederkehrenden Talente-Report versuchen wir kurz und knapp die aktuelle Situation ausgewählter Nachwuchsspieler des 1.FSV Mainz 05 zu beleuchten. Da es hiervon zumeist zahlreiche gibt, werden pro Ausgabe zwei bis drei Spieler unter die Lupe genommen.
Darry Bakola (18 Jahre) - Es ist natürlich kein Zufall, dass Darry Bakola das neue Banner unseres Talentereports (siehe oben) schmückt. Youri Baas, der längst gestandener Profi geworden ist, sowie Antoni Milambo , der verkauft wurde, mussten ebenso wie Calvin Raatsie, der nicht mehr als Top-Talent gilt weichen. Neu sind nun Bakola (rechts), Cissé (Mitte) und Oufkir (links). Bakola gilt in Mainzer Kreisen nach wie vor als absolutes Premium-Talent, mit dessen Entwicklung man auch überaus zufrieden ist. Der Franzose ist anderen 18-Jährigen immernoch voraus und zeigt weiterhin, dass er eines Tages ein Unterschiedsspieler für ein Profiteam sein könnte.
Prognose: Bakola bleibt Mainzer, komme was wolle.
Safyan Touré (19 Jahre) - Bei einem anderen Franzosen, nämlich Safyan Touré, ist es eigentlich bemerkenswert, dass er immernoch in Mainz spielt. Eigentlich wollte der FSV den flinken Außenstürmer, der aus der eigenen Jugend kommt, schon vor einer ganzen Weile für eine kleine, einstellige Millionensumme verkauft haben. Doch dann gab der ohnehin schon schnelle Touré nochmal richtig Gas und man entschied sich, erstmal weiter die Entwicklung des 1.87m großen Außenstürmers zu beobachten. Weiterhin bleibt Touré ein besonderer Spieler, der ein einzigartiges Spielerprofil mit sich bringt. Doch ob es für die Mainzer Profis eines Tages reichen wird, bleibt ungewiss.
Prognose: Die Wartezeit auf Tourés Durchbruch kommt dem Ende entgegen. Vermutlich wird der FSV den 19-Jährigen bald wieder mit einem SK zum Verkauf anbieten. -
AUSGABE #1273
CL: Blick auf Gruppe F
Die lang ersehnte Auslosung der UEFA Champions League Gruppen für die Saison 2026|1 ist online (hier lang).
Für den FSV, der die Königsklasse bereits mehrfach gewann, ist es das Mindestziel die Gruppenphase souverän zu bestehen. Wohlwissend, dass sowohl in der Gruppen- als auch in der anschließenden KO-Phase ein gewisses Losglück notwendig ist, waren alle Augen der Mainzer Verantwortlichen gestern Abend natürlich auf die Auslosung der Gruppenphase gerichtet.
Am Ende konnte man so halb aufatmen: Vereine wie FC Internazionale Milano oder Manchester United, die nur in Topf 2 waren und dennoch Anwärter für einen CL-Gewinn sind, sind glücklicherweise ausgeblieben. Mainz, selbst in Topf 1 natürlich gesetzt, trifft hingegen auf Feyenoord, Liverpool und Union Saint-Gilloise.
Abgesehen von Union Saint-Gilloise sind allerdings sowohl Feyenoord (Topf 2), als auch Liverpool (Topf 3) in ihren Töpfen jeweils das bestplatzierte Team mit den meisten Punkten aus der BOM 3-Jahres-Wertung. Wenngleich Mainz also mutmaßliche CL-Favoriten in der Gruppenphase erspart geblieben sind, bleiben insbesondere Feyenoord mit Managerin @de_Slaapkop und Liverpool mit @Ceddy zwei extrem unangenehme Kontrahenten.
Beide Vereine haben indes mit Spielern wie Dusan Vlahovic (Feyenoord) oder Mikkel Damsgaard (Liverpool) Unterschiedsspieler in ihren Reihen, die an einem guten Tag für die besonderen Momente sorgen können. Vor allem Damsgaard ist ein Spieler, den Mainz-Manager King of Swing sehr schätzt: "Mir gefällt sein Impact im Spiel extrem gut. Er ist für mich die absolute Schaltzentrale in der Offensive Liverpools, wir müssen gut auf ihn aufpassen."
Gruppe F
Union Saint-Gilloise
Liverpool FC
Feyenoord Rotterdam
1. FSV Mainz 05 (M, P) -
Neu
AUSGABE #1274
Raus aus dem Schatten
In diesem Moment war er ein gefragter Mann. Im Juni 2025 wollten alle mit ihm sprechen, die Mikrofone versammelten sich um ihn. Emanuel Marincău (19) war schließlich der Spieler des Spiels.
Die Rede ist vom Auftaktspiel der U19 Europameisterschaft 2025, in dem Gastgeber Rumänien Kontrahent Montenegro mit 3:1 bezwang. In der Abwehr für Rumänien überragend: Emanuel Marincău. Vorne mit einem Treffer erfolgreich: Emanuel Marincău.
Er zählte am Ende zu den ganz großen Gewinnern dieser U19-EM, die für Gastgeber Rumänien erst im Halbfinale gegen den späteren EM-Sieger Niederlande beendet war. Viele zukünftige Sterne des Fußballs fingen bei dieser EM an zu leuchten: Said El Mala, Kees Smit, Quim Junyent, Jon Martin, Pablo Garcia und einige mehr. Einige dieser Spieler werden recht sicher in nicht allzu ferner Zukunft den Takt im Weltfußball (mit) vorgeben.
Vielleicht auch Emanuel Marincău? Der Rumäne hat die Aufmerksamkeit während des Turniers sichtlich genossen, denn im Nachwuchs des 1.FSV Mainz 05 wurde ihm diese bisher nur geteilt geschenkt. Den größeren Teil der Aufmerksamkeit galt damals wie heute nämlich dem Polen Kacpar Potulski (18 Jahre, siehe Ausgabe #1267). Der Innenverteidiger-Überflieger stiehlt Marincău durchaus etwas die Show, dabei hat der FSV mit dem Polen Potulski und dem Rumänen Marincău eigentlich gerade zwei sehr vielversprechende, hauseigene Abwehrtalente im Verein.
Doch wann heißt es: Raus aus dem Schatten von Potulski, rein ins Scheinwerferlicht? Die Mainzer Verantwortlichen haben Marincăus Leistungen bei der EM jedenfalls genauestens verfolgt, da man die EM aufgrund der Mainzer-Spieler Oscar Marcos, Dani Diaz, Almugera Kabar und Ayoub Oufkir ohnehin sehr intensiv verfolgt hat. Gut möglich also, dass man auch in Mainz bald sagen kann, dass Emanuel Marincău ein gefragter Mann ist, mit dem alle sprechen wollen.
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