Goazen Glorioso! Goazen Deportivo!

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    • Der Professor kommt

      Kennen Sie den Bad Boy und den Professor? Serienfans denken natürlich an die preisgekrönte Serie Haus des Geldes, doch sind sie einer falschen Fährte aufgesessen. Der Bad Boy trägt den Namen Noa Lang (22 Jahre) und der Professor heißt Carel Eiting (23 Jahre, Foto links).

      Diese Spitznamen erhielten die beiden Niederländer in ihrer - teilweise gemeinsamen - Zeit in der Jugendakademie "Te Toekomst" von AFC Ajax. Der extrovertierte Lang machte zu viele Schlagzeilen außerhalb des Fußballplatzes. Dem introvertierten Eiting hingegen wurde hohe fußballerische Intelligenz bescheinigt. Letztgenannter hat nun einen Vertrag zur neuen Saison bei Deportivo Alavés unterschrieben. Eiting kostet zehn Millionen Euro und kommt von FC Utrecht, welche ihre Reserve zur neuen Saison auflösen.

      Man muss natürlich klar sagen, dass Eiting mit nun bereits 23 Jahren nicht dort steht, wo ihn die meisten Experten einst wohl zu diesem Zeitpunkt verortet hätten. Bad Boy Noa Lang ist da, zumindest werttechnisch, um einiges weiter. Aber es gibt doch einige Scouts, wie eben die von Deportivo, welche dem Mittelfeldspieler Eiting noch größere Entwicklungssprünge zutrauen. In der letzten Saison bremste ihn beispielsweise eine Knieverletzung über ein Vierteljahr aus. Derartige Pausen sollten nun idealerweise ausbleiben, damit der Professor doch noch eine Karriere eines Bad Boys hinlegen kann.



    • Macht es Postema wie Weghorst?

      Zusammen mit Carel Eiting (siehe vorherige Ausgabe) kommt auch Romano Postema (19 Jahre, Foto links) vom FC Utrecht zu Deportivo Alavés. Postema ist allerdings nicht in der zehn Millionen Euro Ablöse für Eiting integriert, sondern kostet zusätzlich nochmal fünf Millionen Euro. Insgesamt fließen also 15 Millionen Euro von Spanien in die Niederlande.

      Jedem Scout des niederländischen (Jugend-)Fußballs ist Romano Postema natürlich ein Begriff. 2019 debüierte Postema schon als 17-Jähriger bei den Profis des FC Groningen in der Eredivisie. In seinem Jahrgang gilt er als einer der talentiertesten Nachwuchstürmer der Niederlande. Trotzdem brachte es Postema bisher nur auf ein U18- und ein U17-Länderspiel für Oranje.

      Aber: Er wäre nicht der erste Stürmer in den Niederlanden, der irgendwie unter dem Radar der niederländischen Juniorennationalmannschaften durchfliegt. Auch ein Wout Weghorst kam beispielsweise nur auf ein einziges U21-Länderspiel für Oranje und legte trotzdem eine beachtliche Karriere hin. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie lange man auf diese Entwicklung respektive Erkenntnis warten soll. Postema ist mit seinen 19 Jahren freilich noch sehr jung und etwas Zeit wird man ihm in Vitoria-Gasteiz natürlich zugestehen.



    • Westerman bekommt bei Alavés noch eine Chance

      Es gibt eine interessante Parallele bei Romano Postema (siehe vorherige Ausgabe) und einem weiteren Neuzugang von Alavés: Jarno Westerman (19 Jahre, Foto links). Klar, beide sind 19 Jahre alt und niederländische Stürmer, doch darauf soll hier nicht der Fokus gelegt werden. Vielmehr springt die Tatsache ins Auge, dass beide Spieler im Jahr 2019 im Alter von nur 17 Jahren ihr Profidebüt feierten - Westerman für PEC Zwolle - und in der Folge als hochinteressante Sturmjuwele gehyped wurden. Beide Spieler entwickelten sich daraufhin nicht so, wie es die meisten Scouts wohl erwartet hätten.

      Postema wird indes deutlich mehr Talent nachgesagt als Westerman, aber deswegen kostete Westerman auch nur 1,5 Millionen Euro, welche an den AC Milan gehen werden, und nicht fünf Millionen Euro wie Postema. Aber ähnlich wie Postema hofft man bei Alavés auch bei Westerman nochmal darauf, dass das Versprechen, das er als 17-Jähriger andeutete, einlösen kann. Westerman pausierte übrigens einen großen Teil der vergangenen Saison mit einem Mittelfußbruch. Auch das spielte sicher eine Rolle in seiner Entwicklung.



    • Noch ein Niederländer: Nijhuis kommt

      Einen haben wir noch. Nach Eiting, Postema und Westerman kommt auch Thijmen Nijhuis (23 Jahre, Foto links) zu Deportivo Alavés. Der Niederländer Nr.4 kommt ebenso wie Eiting und Postema vom FC Utrecht, allerdings separat für 400.000 € Ablöse.

      Nijhuis ist Torhüter und im niederländischen Nachwuchsfußball ein bekannter Name. Von der U16- bis zur U21-Nationalmannschaft gehörte er regelmäßig zum Kader von Jong Oranje. Meistens trat er seine Dienstreisen allerdings als Nr.2 oder Nr.3 an, so dass er nur auf elf Juniorenländerspiele kommt. Mit seinen 1.97m ist er allerdings eine echte Erscheinung zwischen den Pfosten und unter den Utrecht-Fans gibt es einige Fürsprecher, welche den Keeper eigentlich gerne eines Tages in ihrem Tor gesehen hätten. Nun zieht es ihn nach Spanien und in Vitoria-Gasteiz hofft man natürlich, dass Nijhuis in ein bis zwei Jahren einen klaren Schritt nach vorne innerhalb seiner Entwicklung gemacht hat.



    • Europa League is calling!


      Nur noch ein Spiel trennt Deportivo Alavés von dem Einzug in das so lang' ersehnte internationale Geschäft. Man rangiert auf Platz 9 nach 37 Spieltagen und das würde die Teilnahme an der 1.Qualifikationsrunde für die Europa League bedeuten. Ein Traum für das beschauliche Vitoria-Gasteiz.

      Doch die Mannen rund um Manager Keidran Jones müssen noch zittern. Ein Spiel steht zwar nur noch aus, doch genau dieses eine Spiel könnte sogar im schlimmsten Fall den Absturz auf Rang 13 bedeuten. Auf eben diesem Platz befindet sich zur Zeit Celta de Vigo, welche mit 46 Punkten nur drei Zähler hinter Alavés (49 Punkte) stehen und bei einem Sieg automatisch das bessere Torverhältnis hätten.

      Ohnehin ist die Tabelle brutal eng kurz vor dem Saisonfinale. Mit Granada, Alavés, Getafe, Girona, Osasuna und eben Celta de Vigo kämpfen sechs Teams um drei Europa-League Startplätze. Rein rechnerisch hätten sogar noch Real Valladolid und Sevilla FC Chancen, doch lassen die Konstellation der Paarungen und die Torverhältnisse das ausgesprochen unwahrscheinlich erscheinen.



    • Alavés stellt Sinisterra vor


      Think big? Da die tendenziell eher als unterklassige Transfers zu bezeichnenden Spieler Jack Simpson, Javi Sanchez oder auch Vagner nicht so ganz zündeten wie erhofft, versucht Alavés es nun mit einem Transfer der größeren Art.

      Für insgesamt 35 Millionen Euro wechselt der Kolumbianer Luis Sinisterra (22 Jahre, Foto links) vom FC Bayern München zu Deportivo Alavés. Der flinke Außenstürmer gilt schon länger als extrem vielversprechendes Talent, verletzte sich jedoch vor rund einem Jahr schwer mit einem Kreuzbandriss und musste entsprechend seine Karriereplanungen unterbrechen.

      Es scheint jedoch, als habe Sinisterra seine Verletzung ohne bleibende Schäden überwunden. Der einmalige A-Nationalspieler Kolumbiens dürfte Alavés mit seiner Technik und Torgefahr zweifellos bereichern.



    • Johansson schließt sich Deportivo an


      Ein ganz schön wilder Mix, den Ryan Johansson (20 Jahre, Foto links) da an Nationalitäten an den Start bringt. Als Teenager spielte er sowohl für die U16-Nationalmannschaft Luxemburg als auch die U16-Nationalmannschaft Schwedens. Es folgte die U17 Luxemburgs, dann die U19 Irlands und danach wieder einige Zeit die U19 und U21 Luxemburgs. Obwohl er in seiner Zeit in der Jugend des FC Bayern München als das "neue Juwel Luxemburgs" gepriesen wurde, scheint er sich nun doch final für Irland entschieden zu haben.

      Zumindest absolvierte Johansson im Juni 2021 ein sehr öffentlichkeitswirksames Fotoshooting im Trikot der irischen U21-Nationalmannschaft, inklusive wehender Fahne in der Hand. Dass mehrere Verbände um seine Dienste buhlen, spricht natürlich für Talent. In der Tat gilt Johanssons Veranlagung als sehr vielversprechend, wenngleich ihm mit nun immerhin schon 20 Jahren ein Profispiel immernoch verwehrt blieb. Das soll sich natürlich bald ändern, denn Deportivo Alavés schnappte sich den Multikulti-Spieler für fünf Millionen Euro von AJ Auxerre.

      Gemessen an Alter und Preis schwebt der Mittelfeldspieler Johansson also irgendwo zwischen Jugendspieler und Profi. Vermutlich wird er also die Reservemannschaft Deportivos bereichern.



    • Nemanja Motika weckt schon Begehrlichkeiten


      Er ist knapp ein halbes Jahr in Vitoria-Gasteiz, doch dürfte er seinen Wert bereits vervielfacht haben. Nemanja Motika (18 Jahre) kam im Februar 2021 für 2,5 Millionen Euro von Lille OSC und entwickelte sich seither prächtig. Der junge Serbe überzeugte in der Reserve Deportivos und durfte bereits des Öfteren bei den Alavés-Profis mittrainieren.

      Zwei ausländische Klubs machten bereits erste Abwerbungs-Versuche, scheiterten bei Manager Keidran Jones aber mit ihren Avancen. "Beide Angebote waren sehr fair und mit Alavés ist man natürlich nicht in der komfortablen Situation ewig abwarten zu können. Doch bei Nemanja Motika erschien es mir ratsam, doch noch einige Zeit seinen Verbleib bei Deportivo einzufordern", so Jones.

      Der serbische U19-Nationalspieler kam in einer Art Jugendspieler-Transferoffensive zu Deportivo. Das Alavés-Management versuchte in der ersten Hälfte des Jahres 2021 ob fehlender, eigener Jugendspieler eine Art eigene Jugendmannschaft für möglichst wenig Geld zusammen zu kaufen. Bei Motika könnte sich vielleicht schon andeuten, dass dieses gewagte Experiment Früchte tragen könnte.



    • Guadagno bringt Gewinn ein


      Er kam im Mai 2020 für insgesamt zwei Millionen Euro von Manchester United und wechselt nun etwas mehr als ein Jahr später für 12,5 Millionen Euro zu ... Manchester United! Johan 'John' Guadagno (18 Jahre) hat Alavés also einen netten Gewinn beschert.

      "Wir wissen natürlich, dass wir vielleicht in zwei bis drei Jahren auf den Verkauf zurückblicken werden und uns ärgern, dass Guadagno nicht mehr bei uns im Kader steht, denn seine Anlagen sind exzellent", meint Manager Keidran Jones. "Aber in unserer Situation ist es alternativlos bei einem derartigen Gewinn abzulehnen. Dazu sei natürlich auch gesagt, dass wir davon ausgehen, dass er aufgrund seiner Position als Torwart zumindest in den nächsten zwölf Monaten hinsichtlich seines Wertes wohl eher stagnieren wird."

      Manchester United wiederum, deren Manager @Markus1860 den verlorenen Sohn Guadagno unbedingt aufgrund dessen guter Entwicklung zurückholen wollte, kann sich als Topclub viel eher die Wartezeit auf den nächsten Entwicklungsschritt erlauben. Wir werden Guadagnos Weg natürlich auch aus der Ferne weiter interessiert verfolgen und hoffen, dass es im Alavés-Kader zu weiteren vielversprechenden Entwicklungen und Wertsprüngen bei anderen Spielern kommt.



    • Caleb Ekuban kommt unverhofft


      Die Teilnahme am Auktionspool für zweistellige Teams war für Deportivo Alavés durchaus obligatorisch. Wenn man schon eine bescheidene Rückrunde hinlegt, die einen von Platz 5 zur Saisonhälfte auf Platz 11 abstürzen lässt, dann sollte man doch wenigstens die Möglichkeit der Teilnahme an Auktionen für Teams auf zweistelligen Tabellenplätzen wahrnehmen.

      Also gab Alavés Angebote für Abram, Papadopoulos und Ekuban ab. Man schätzte die eigenen Chancen eher gering ein, so dass am Ende der Zuschlag bei Caleb Ekuban (27 Jahre, Foto links oben) für 13,59 Millionen Euro unverhofft kam. Eine positive Überraschung.

      Der 27-Jährige galt in seinen Teenager-Jahren als große Nachwuchshoffnung des italienischen bzw. ghanaischen Fußballs (Ekubans Eltern stammen aus Ghana). Vergleiche mit Balotelli wurden nicht nur ob der doppelten Staatsbürgerschaft gezogen. Doch der Offensivspieler konnte über Jahre nie so richtig an das Potenzial anknüpfen, das er zum Teil in den Jugendabteilungen andeutete.

      Erst im Alter von 26 Jahren platzte endlich der Knoten. Ekuban spielte mittlerweile für Trabzonspor in der türkischen Süper Lig und machte dort mächtig auf sich aufmerksam. In der vergangenen Saison erzielte er 10 Tore in 32 Spielen, vier weitere Tore bereitete er direkt vor. Eine gute Quote, aber natürlich keine herausragende.

      Nun ist Ekuban allerdings - ganz im Gegensatz zu dem Eingangs erwähnten Balotelli - kein Mittelstürmer. Der A-Nationalspieler Ghanas Ekuban tritt entweder als false 9 oder Rechtsaußen in Erscheinung. Mit seinen Dribbling-Skills bindet er Gegenspieler und setzt seine Mitspieler in Szene.

      Vergleiche mit Balotelli scheinen also abwegig. Wenn wir schon bei Spielern Ghanas bleiben wollen, dann erachten wir einen Vergleich mit dem jungen Christian Atsu oder André Ayew für zielführender. Der Unterschied hierbei: Atsu und Ayew scheinen den Peak ihrer Karriere bereits hinter sich zu haben. Ekuban könnte diesen als klassischer Spätstarter noch vor sich haben.



    • Joel Pereira als neue Nr.2?


      Etwas unter dem Radar machte Deportivo Alavés schon vor knapp zwei Wochen die Verpflichtung des Portugiesen Joel Pereira (25 Jahre, Foto links) dingfest. Der 25-Jährige Torhüter kommt für 1,25 Millionen Euro von RasenBallsport Leipzig nach Vitoria-Gasteiz.

      Der 1.89m große Schlussmann wurde in der Schweiz bei Xamax ausgebildet, ehe es ihn als Teenager in die Jugendakademie Manchester Uniteds verschlug. Pereira war Teil der U15-, U16- und U17-Nationalmannschaft seines Geburtslandes Schweiz, entschied sich später aber für das Herkunftsland seiner Eltern: Portugal.

      Wenngleich die große Torwart-Karriere bisher ausblieb, so ist er doch eine große Nummer im portugiesischen Nachwuchsfußball gewesen. Von der U17 an durchlief er jede Juniorennationalmannschaft Portugals. Die Krönung sind stolze 16 Einsätze für Portugals U21-Elf.

      Nun also Alavés. Für Pereira ist Deportivo sowas wie der dritte Anlauf, um doch den großen Sprung im Profifußball zu schaffen. Mit 25 Jahren wäre er als Feldspieler bereits aus dem Talentealter aus, als Torwart zählt er aber zu der jüngeren Garde. Bei Alavés hat man sowieso die Meinung, dass man für 1,25 Millionen Euro nicht viel falsch machen konnte.

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