Girondins - site officiel

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      Girondins mit gutem Saisonstart - und neuem Personal
      Sportdirektor kommt aus den Niederlanden

      Die Saison 2019|1 begann sehr ordentlich für Girondins Bordeaux. Im ersten Heimspiel gelang es der Mannschaft gleich die eigenen Fans auf seine Seite zu ziehen. Ein ungefährdeter 2:0-Erfolg gegen Amiens war der perfekte Start in die neue Spielzeit. Auch der zweite Spieltag verlief gut für die Marineblauen aus der Weinregion. Zugegeben, ein torloses Remis klingt weder nach fußballerischem Glanz noch nach einer besonders starken Leistung eines Teams. Ein 0:0 im Auswärtsspiel in Nizza ist aber durchaus als Punktgewinn einzuordnen, ist der OGC zwar nicht mehr so stark wie noch vor einigen Jahren, aber sicher immer noch zu den besten Teams der Liga zu zählen. Man könnte also zufrieden sein und den Dingen harren, die da kommen mögen. Falsch gedacht. Denn am heutigen Sonntag bat der Vorstand zur außerordentlichen Pressekonferenz.


      So recht wussten die aufgelaufenen Journalisten nicht, was sie denn nun erwarten durften. Eine Art Erleichterung ging durch den Raum, als Trainer Paulo Sousa (Bild oben) durch die Tür kam und bester Laune zu sein schien. Einen Trainerwechsel hatten sich nach zwei guten Partien nur die wenigstens logisch herleiten können. Es kam Licht in das Dunkel, als sich der Vorstand mit der Person hinter das Pult setzte, um die es zu gehen schien.
      Denn das neue Gesicht ist ein alter Bekannter der Ligue 1. Lukas, vor einigen Jahren bereits Sportdirektor beim SC Bastia gewesen, übernimmt ab sofort das gleiche Amt beim FC Girondins Bordeaux. "Nach einigen Entlassungen und Rücktritten in den letzten Monaten, sind wir nun froh diese Personalie besetzen zu können.", so der Vorstand. "Dass die Saisonvorbereitung bereits vorbei ist, ist kurzfristig zwar ungünstig, hat uns bei der langfristigen Entscheidung in dieser Sache aber nicht weiter gestört. Wir sind überzeugt, mit Lukas die Position des Sportdirektor für die nächsten Jahre zu unserer Zufriedenheit besetzt zu haben."
      So wird Lukas bereits beim morgigen Heimspiel gegen Olympique Lyon im Stadion sein. Ob er auf der Tribüne oder der Trainerbank Platz nehmen wird ist offen. Mit Trainer Sousa schien sich der Deutsche heute bereits gut zu verstehen.

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    • Zielgerichtet in die Zukunft
      "Wollen die Großen ärgern"

      Wir schreiben eine neue Spielzeit und passend dazu stellten wir in der letzten Ausgabe auch den seit heute neuen Manager kurz vor. Auf lange und breite Erklärung in Form eines Porträts, das dann nur in Selbstbeweihräucherung abdriftet, soll an dieser Stelle verzichtet werden. Viel spannender ist es doch, was mit dieser Verpflichtung bezweckt werden soll. Wo soll die Reise hingehen? Und wo kommt man her?
      Wer an Girondins Bordeaux auf BOM denkt, der denkt automatisch und zwangsläufig an Patrice (Foto unten). Denn dieser erfahrene Manager war acht lange Jahre die Federführende Person im Verein und hat Grundsteine gelegt, die noch heute an jeder Ecke erkennbar sind. Der Ausbau des Stadions auf über 80.000 Plätze beispielsweise sorgt noch heute für den Wohlstand des Clubs. Besagter Patrice war allerdings bereits in der vorletzten Saison nicht mehr in Amt und Würden. Gefolgt sind ihm ganze sechs Manager in zwei Saisons. Dass das auf kurz oder lang nichts gutes bedeutet, weiß Fußballdeutschland nicht erst seit Stuttgart und dem HSV. So stand man zum Ende der letzten Spielzeit kurz vor dem Super-GAU. Mit mageren 37 Pünktchen reichte es zu Rang 17 und man entkam dem Abstieg nur um ein Haar.


      Das, so war man sich vereinsintern einig, passiert uns kein zweites Mal. Und so machte man sich auf die Suche nach einem neuen Manager, die bis heute anhielt. Nun soll in der Zukunft alles besser werden. Aber wie viel besser? Platz 16 ist tatsächlich nicht das ausgegebene Ziel. Die beste Platzierung in der BOM-Geschichte ist Tabellenplatz 5 - und gleichzeitig der ausgegebene Plan der Verantwortlichen für die Zukunft. "Realistisch betrachtet sind wir natürlich keine Konkurrenz für Nantes, Lyon oder Rennes. Danach aber kommt nicht mehr viel. Auxerre, Nizza und Paris vielleicht noch. Ich wüsste nicht, wieso wir mit ein paar klugen Entscheidungen in den nächsten Saisons nicht langfristig auf Augenhöhe mit diesen Teams agieren sollten. Ein Platz unter den TOP-Sechs der Liga ist ambitioniert aber sicher möglich.", so Lukas bei Amtsantritt.
      Dafür, so lies er gleich mit verlauten, soll aber auch etwas am Kader passieren. Nach einem Stürmer, der europäischem Format entspricht, soll nun mit Nachdruck gescouted werden. Auch in der Abwehr sieht man noch Handlungsspielraum. "Aber man muss auch sagen, dass sich das Team und vor allem unser Nachwuchs in den letzten Jahren hervorragend entwickelt hat. Die Mannschaft hat Potential und diesen Kurs, unsere eigenen Talente zu fördern, wollen wir beibehalten. Denn die Voraussetzungen, die ich hier vorfinde, sind super.", so der neue Manager.

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    • Erste Transfers getätigt
      Drei Neue und sechs Abgänge

      Der Saisonstart ist geglückt und auch die ersten beiden Spieler mit neuem Sportdirektor konnten erfolgreich gestaltet werden. Vier Punkte gegen Lyon und Montpellier und nach vier Spieltagen immer noch kein Gegentor kassiert. Diese guten Leistungen sind ein klares Zeichen dafür, dass der Kader, den Lukas in Bordeaux vorgefunden hat, mehr als tauglich für die Ligue 1 war und ist und der Tabellenplatz der letzten Saison als Ausrutscher zu verbuchen ist.
      Um die sehr gute Basis weiterzuentwickeln, möchte man sich aber auf der Ist-Situation nicht ausruhen und Schritt für Schritt ergänzen und sinnvoll umgestalten. Dafür sind erste Schritte bereits getan und personelle Wechseln vermeldet.


      Als Schwachstelle wurde der Sturm ausgemacht, in dem bisher Mounie und Origi als Doppelspitze agierten. Dahinter waren mit de Preville, Said und Assaidi drei Stürmer auf ähnlichem Niveau auf Standby. Eine Breite, die im System von Coach Sousa nicht benötigt wird. So wurde Origi (Foto oben) für 25 Millionen Euro nach Granada transferiert. Auch Said musste Bordeaux verlassen. Ihn zieht es mit Saydou Youssouf, Carrique und zwei talentierten Jungs aus der eigenen Akademie nach Monaco, die dafür eine Summe zwischen 40 und 50 Millionen hinblätterten und mit Jan Mlakar einen vielversprechenden Stürmer zu den Marineblauen schickten.
      Um die Qualität in der Spitze zu erhöhen, wurde im Gegenzug mit Jean-Kevin Augustin ein Stürmer aus Stuttgart verpflichtet, dessen Klasse man bisher im Kader vergeblich gesucht hat. Gleichzeitig steht er mit erst 21 Jahren, gehörig Talent und bereits einiger Erfahrung im Profifußball sinnbildlich für die Art Spieler, die das Gesicht des Teams bisher ausmacht und auch in Zukunft ausmachen soll.


      Ein weiterer solcher Spieler ist Jahrhundert-Talent Martin Ödegaard (Foto oben), der leihweise bis zum Saisonende von Mainz 05 nach Frankreich kommt und im Mittelfeld eine weitere echte Option sein soll. Denn parallel wird aktiv an weiteren Abgängen gearbeitet. Omar Mascarell steht nach Medienberichten ganz oben auf der Liste möglicher Spieler, die nicht mehr all zu lange das marineblaue Trikot tragen könnten.
      Ein leichter unsicherer Beigeschmack bleibt allerdings vor allem beim Transfer rund um Said. Denn dieser wurde mit einem gewissen @Gonza verhandelt, der in der BOM-Szene dafür bekannt ist, sich im französischen Fußball und vor allem seinen Talenten besonders gut auskennt. Gut möglich also, dass die Jungs, die nun für Monaco die Schuhe schnüren, schon bald Ihren Durchbruch schaffen und man in Bordeaux in geraumer Zeit mit Bauchschmerzen auf diesen Transfer schaut. Wo Gonza dieses Näschen her hat und was ihn mit dem französischen Fußball verbindet, lesen Sie in der nächsten Ausgabe, wo er unserer Redaktion Rede und Antwort steht.

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    • "Natürlich auch Erfolg geplant"
      Gonza über Frankreich, Monaco und die Ligue 1

      Wie berichtet, wurde man sich kürzlich mit dem AS Monaco und dessen Manager Gonza handelseinig und transferierte gleich eine ganze Schar Spieler hin und her - 7 am Stück in einem Deal. Da sich die Gespräche, wie man munkelt, sehr angenehm gestalteten, gab es von höchster Ebene einen Tipp an unsere Redaktion und wir fragten beim monegassischen Strippenzieher nach der Gelegenheit für ein Interview. Gonza (Bild unten) war so frei und stand uns Rede und Antwort.


      Frage 1: Lieber Gonza, ich denke es ist fair zu sagen, dass du, was die Ligue1 betrifft, zu den absoluten Experten auf BOM gehörst. Woher kommt die Liebe zum französischen Fußball?

      Die ist durch die Verbundenheit zu Frankreich selbst entstanden. Ich wohne nur rund eine halbe Stunde von der Grenze entfernt, mein Onkel hat ein Haus im Elsass, wodurch ich schon in der Kindheit oft in Frankreich im Urlaub war (natürlich auch in der Bretagne, Südfrankreich, etc.). Das Interesse für den französischen Fußball entwickelte sich dann mit dem generellen Fußballinteresse mit. In der Hinsicht bin ich inzwischen schon ein bisschen verrückt.

      Frage 2: Im internationalen Vergleich wird die französische Liga oft als deutlich unterlegen gegenüber den Spanischen, englischen und gar der deutschen Schwester angesehen. Siehst Du das auch so? Und was fehlt der Ligue 1 zur europäischen Spitze?

      Naja, das ist ein schwieriges Thema und sicher nicht an einem Punkt festzumachen. Die Liga lebt aktuell vor allem davon, dass eine Unmenge an jungen Talenten nachkommt, die inzwischen fast durchweg gut gefördert werden in ihren Teams. Die Jugendarbeit wird groß geschrieben und inzwischen auch stark finanziert (v.a. infrastrukturell).
      Bis sich diese Einnahmen rentieren benötigt es natürlich Einnahmen, weshalb gleichzeitig viele junge Spieler auch die Liga wieder verlassen. Wenn man diese Entwicklung beibehalten kann, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis die Liga auch allgemein davon profitiert. Die Teams werden die Ausgaben durch Verkäufe refinanziert haben und können dazu übergehen, auch starke Spieler zu halten. Dies bedarf aber sicher noch etwas Zeit, denn nicht jeder Verein kann auf eine katarische Kasse zurückgreifen.

      Frage 3: Kommen wir auf den AS Monaco auf BOM zu sprechen. Das Hauptaugenmerk liegt in deinem Tun und Handeln auf französischen Talenten. Können wir von Monaco ein französisches Genua erwarten, das von der Freude über die Entwicklung der Spieler lebt, oder ist auch sportlicher Erfolg geplant?

      Sportlichen Erfolg gab es in der ersten Saison, das reicht (lacht). Spaß beiseite: Als ich nach Monaco gekommen bin, hat das Team vor allem aus Altstars bestanden. Diese bringen dir zwar Erfolge, langfristig musst du dich aber nach anderen Optionen umschauen. Zunächst habe ich versucht einen Unterbau zu schaffen und hatte auch ein bisschen Glück, dass die Entwicklung einiger Spieler so lief wie erhofft. Dadurch konnte ich dann in der letzten Saison den zweiten Schritt angehen, einige Spieler verkaufen und das Stadion ausbauen, um langfristig gesund wirtschaften zu können.
      Nach zwei Saisons bin ich nun recht zufrieden. Der Unterbau gefällt mir ganz gut und nun steht im Fokus auch die erste Mannschaft ein bisschen jünger zu gestalten. Langfristig ist natürlich auch Erfolg geplant, das wird aber noch ein wenig dauern. Zunächst suchen wir die gesunde Mischung zwischen jung und alt. Mit Genua ist das Projekt nicht vergleichbar, im Kinderhandel beteilige ich mich nur partiell (lacht).

      Frage 4: Letzte Saison stand für Dich ein 10. Platz am Ende zu Buche. Welche Teams siehst du hinter Nantes und Lyon oben mit dabei? Und was fehlt Monaco noch, um in der Liga ganz oben mitmischen zu können?

      Ja, wir hatten einen einstelligen Platz geplant, Platz 10 war dann aber nach der Gesamtentwicklung absolut zufriedenstellend. Hinter Nantes und Lyon sehe ich aktuell Auxerre und Rennes, wobei ich da gar nicht unbedingt von dahinter sprechen möchte, da ich die Spitze sehr nah zusammen sehe. Was Lyon und Nantes noch ausmacht sind ihre absoluten Starspieler, aber Kollektive können das manchmal auch abfangen. Hinter den vieren dürfte es ebenfalls eng her gehen. PSG, Nizza, Bordeaux, vielleicht auch Toulouse und Lens könnten da ein Wörtchen mitreden. Wenn es für Monaco gut läuft, können wir auch irgendwo zwischen Platz 7 und 10 landen.
      Das Team braucht aber einfach noch Zeit. Es wäre schlimm, wenn wir uns schon mit den vorher genannten messen könnten, bei denen die jeweiligen Manager viel Zeit investiert haben.

      Lieber Gonza, wie danken vielmals für deine Offenheit und den Einblick. Für die neue Saison wünschen wir natürlich nur das Beste in (fast) allen Spielen und dass sich die Jungs aus unserer Akademie so entwickeln, wie Du es Dir erhoffst.

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    • Neu


      50 Millionen - Investition in die Zukunft
      Maouassa kommt zur Saisonhälfte

      Wie in der vereinseigenen Stadionzeitschrift berichtet wurde, war man von Seiten des OGC Nizza in den letzten Wochen sehr an Bordeaux-Innenverteidiger Jules Koundé interessiert. Man gab sich redlich mühe und legte in stets angenehmen Verhandlungen alles in der eigenen Macht stehende auf den Tisch. Schlussendlich entschloss man sich in Bordeaux aber gegen das durchaus namhafte Ersatzleute inkludierende Angebot und für einen Verbleib des jungen Abwehrmanns. Man wolle diesen als Kern nutzen um ein schlagkräftiges Team um ihn herum aufzubauen. Wie dieses Team künftig aussehen mag, lässt der Transfer des ebenfalls erst 20 Jahre alten Faitou Mouassa (Foto unten) erahnen.


      Ein richtungsweisender Transfer, der den Girondins einen tiefen Griff in die Taschen wert war. Der Halb-Kongolese wechselt für die stolze Summe von 50 Millionen Euro vom FC Bayern zu den Marineblauen und unterschreibt einen langfristigen Vertrag. Zusammen mit dem Transfer von Augustin lässt sich ein Muster erkennen. Beide sind erst junge 20 Jahre alt, sind französischsprachig und haben ihr Talent bereits nachhaltig unter Beweis gestellt. So war der schnelle Linksverteidiger im Kalenderjahr 2018 gar in der der Top-100-Vorauswahl für den Golden-Boy gelistet, was ihm spätestens das internationale Interesse anderer Vereine einbrachte.
      Um diesen Transfer schultern zu können, muss ein anderer Spieler den verein verlassen. Ebenso zur Saison-Halbzeit wechselt Omar Mascarell den Arbeitgeber und schließt sich für satte 20 Millionen Euro dem neuerdings von Manager Ferdi geführten West Ham United an. Ein Transfer, ohne den die Finanzierung Maouassas nicht ohne Weiteres möglich gewesen wäre, der aber auch den eingeschlagenen Weg unterstreicht; fällt der Spanier Mascarell doch mit 26 Jahren schon durch das oben angedeutete Raster.
      "Wir werden uns hüten, jetzt nur noch Teenager zu verpflichten. Das kann und wird nicht die Marschroute sein. Es ist aber schon so, dass wir einen homogenen Kern im Team schätzen und bei Neuverpflichtungen ein gewisses Potential in der Entwicklung ein Pflichtkriterium darstellt.", so Trainer Paulo Sousa. Ein weiterer Spieler, den die Verantwortlichen in Auge genommen zu haben scheinen, ist Moussa Dembele. Ob es hierzu Gespräche gibt und wie weit diese aktuell schon fortgeschritten sind, ist aber noch ungewiss.

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