Talk of the Toon

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Monthly_Okt


      Edition #41 - March 23rd, 2018
      Der tatsächliche Wert des Interimsjob - Teil I



      Newcastle-upon-Tyne
      - Immer wieder kamen in den letzten Jahren im BOM-Verband Diskussionen um die Handhabung managerloser Teams auf. Denn: die Vereine sind nicht etwa auf sich allein gestellt, kein Spielertrainer übernimmt das Zepter und stellt nach seinem Gusto auf und auch Losentrommeln mit den Spielernamen finden sich in den Umkleidekabinen der Profiklubs nicht. Stattdessen schickt der Verband einen seiner selbst ausgebildeten Coaches, der die Spieler dann über Wochen oder Monate auf die Spiele einstellt.

      Unmut über Zusatzwissen


      Die restlichen Trainer fühlen sich dabei oft ungerecht behandelt. BOM-Coaches haben Zugriff auf verbandseigene Datenbanken, die alle möglichen nützlichen Informationen über ihren neuen Kader enthalten. So kennen sie von Woche eins an perfekt  ihren brandneuen Spielerhaufen, während sich die restlichen Manager auf ihr Gefühl verlassen müssen.

      Das Thema kommt regelmäßig auf, unter anderem auch bei Reserveteams und füllt bereits dicke Ordner mit Schriftverkehr zwischen Verband und Managern, Managern und Managern, und Vereinsmagazinen (siehe z.B. Genua CFC News vom 22.02.2018). An vielen Stellen sieht man eine übermäßige Bevorteilung der eingesetzten Verbandsmanager. Von Verbandsseite wird immer wieder darauf hingewiesen, dass ihre Manager meist einen schweren Stand haben, da sie zu keinen Transferaktivitäten befugt sind und (unter vorgehaltener Hand), dass ihr Coachingtraining Lücken im tatktischen Bereich aufweist, wodurch immer wieder unkonventionelle Formations-entscheidungen getroffen werden.

      Doch wo liegt denn nun der große Vorteil für einen Verein? Ist der Wissensvorsprung eines Verbandstrainers groß genug um seine fachlichen Unzulänglichkeiten zu kaschieren? Und falls ja: heißt das, Manager sollten die Finger von ihren Lieblingsvereinen lassen, die sich gerade im sportlichen Tal befinden, da diese in BOM - Hand eine bessere Überlebenschance haben? Wir wollen auf die vergangene Saison blicken und haben eine Hand voll Vereine angeschaut, die in







      prekärer Lage von erfahrenen, aktiven Managern als Interimsprojekt übernommen wurden.

      Mit Aktionismus zum Abstieg?


      Die sechs Vereine, die ins Schema der kleinen Studie passen, lassen sich sauber in zwei Kategorien teilen. Zum einen wären da drei Vereine, die schon zur Saisonmitte eine helfende Hand bekamen. Sowohl der 1. FC Köln, als auch der FC Metz in Frankreich standen auf einem Abstiegsplatz, während die Wolverhampton Wanderers immerhin vier Punkte Vorsprung auf den Abgrund hatten. Es übernahmen mit Arsenals aktuellem Meistertrainer @Dominho, BOM-Urgestein @Master M. und Aktivposten @kiiingfa drei große Namen. Und alle drei liesen direkt Taten sprechen. Im Schnitt über fünf Verstärkungen wurden (teils per Leihe) ins Team geholt.

      Auf der anderen Seite stehen drei Clubs, die erst zum letzten Saisondrittel übernommen wurden. Villareal CF (durch @fronoj), Crystal Palace (durch @Felchow) und Deportivo La Coruna (durch @Markus1860) fanden sich auch alle im unteren Tabellendrittel wieder als sie zwischen den Spieltagen 24 und 28 ihre neuen Übergangstrainer fanden. In ihrer kürzeren Zeit an den Zügeln waren diese drei auch deutlich zurückhaltender am Transfermarkt: Sie teilen sich drei Neuzugänge bei einem Abgang und vertrauten damit auf ihre Fähigkeiten an der Seitenlinie.

      Die Ergebnisse des Schaffens lesen sich ernüchternd: Trotz der gewonnenen taktischen Expertise und dem hinzugeholten Spielermaterial schafften es die sechs Vereine sich zusammen um gerade mal fünf Plätze zu verbessern. Trotz aller Bemühungen musste die Hälfte der Clubs den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Dabei traf es mit dem 1. FC Köln und Metz sogar zwei Truppen aus der stärker Einfluss nehmenden Trainerkategorie Eins.

      So scheint es in der Tat, als seien selbst die besten Manager Europas nicht im Stande, entscheidend bessere Ergebnisse zu erzielen als die des BOM-Verbands - nicht mal mit dem Vorteil der Transfers und Leihen. Dass das aber nur die halbe Wahrheit ist, werden wir in Teil 2 der Analyse sehen.




      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shamoon ()

    • Monthly_Okt


      Edition #42 - March 27th, 2018
      Massive Investitionen - Shamoon öffnet die Schatulle



      Newcastle-upon-Tyne
      - Seit Ende der Spielzeit 2018|2 sind inzwischen einige Wochen vergangen und über lange Strecken war aus Newcastle wenig zu hören. Kurz nach dem Saisonfinale wurde der Neuzugang von Hamza Choudhury bekannt gegeben, doch danach passierte lange ausgesprochen wenig. Das Endete vor wenigen Tagen, als es dann Schlag auf Schlag ging.

      Transferrekord gebrochen


      Schon länger wurde über einen Abgang von Alex Pritchard gesprochen, am Mittwoch kam dann die Meldung durch, dass die Papiere nun auch offiziell bei den zuständigen Behörden eingegangen sind. Der talentierte Brite wird in Zukunft für Granada CF seine Schuhe schnüren. Dort könnte er sich nächste Saison den Traum der Champions League verwirklichen. Manager fischerle91 formte innerhalb eines denkwürdigen Jahres aus einem Kellerkind ein funktionierendes Team, das in der letzten Saison sensationell auf Rang drei einlief. In Newcastle zeigte man sich ausgesprochen dankbar, dass es im Zerren um Pritchard nach langem hin und her doch zu einer Lösung kam und wünschte sowohl dem Spieler als auch dem Management nur das Beste für die kommenden Aufgaben.

      Nur einen Tag später kam es dann zum Hammer. Die doppelte Summe des just eingespielten Geldes wurde direkt wieder in die Hand genommen und für Innenverteidiger Rob Holding aus Tilburg ausgegeben. Eine Summe, die Shamoons bisherigen Transferrekord um mehr als das zweifache übersteigt. Für die Führungsriege in Newcastle gab es kein Zögern als man einen Transfer in den Bereich des Machbaren gleiten sah. Holding sei schon länger auf dem Radar der Magpies und als bekennender Arsenal-Fan bestärkte Shamoon die Scoutingabteilung im Gefühl, er könne ein Königstransfer sein.




      Der 23-jährige sei mit Sicherheit ein kommender Nationalspieler, so der Manager am Freitag. Er habe seine
       Besser als Cannavaro? An Rob Holding hängen große Hoffnungen
      Qualität und Nervenstärke schon in jungem Alter unter Beweis gestellt und wurde zuletzt zum unverzichtbaren Teil seines Teams. Dass er überhaupt verfügbar war, liegt wohl an seinen jüngsten Verletzungssorgen. Im Norden Englands ist man sich aber offensichtlich sicher, dass Holding in der kommenden Spielzeit an seine letzten Leistungen anknüpfen können wird.


      Interessanter Spieler aus Rumänien


      Im Doppepack wurden auch die letzten beiden Transfers der Periode vermeldet. Der Brasilianer Eric Botteghin wurde Opfer des inzwischen überlaufenden Angebots an Verteidigern und verlässt Newcastle nach drei Saisons und fast 80 Einsätzen Richtung Deutschland. In Nürnberg dürfte er nochmal eine feste Stütze im Team werden und den Clubberern hoffentlich zum erfolgreichen Bestehen in der Bundesliga verhelfen.

      Als finale Verstärkung für die kommende Runde konnte man sich schließlich noch die Dienste von Florin Andone sichern. Der rumänische Stürmer kommt vom Ligakontrahenten Manchester United. Bei Newcastle war man vor allem von seinem Potential überzeugt: "Florin bringt in den letzten Jahren konstant gute Werte im expectedGoals - Bereich und das bei teils schwer ums Überleben kämpfenden Teams. Dazu bringt er Tempo und Aggressivität mit. Er hat absolut alles um sich in der Premier League zu etablieren. Ich bin zuversichtlich, dass er sich zum Schnäppchen entwickeln kann."

      Mit damit über 100 Millionen Euro an Investitionen ins Team setzt Newcastle United in diesem Transferfenster ein klares Ausrufezeichen. Im kommenden Jahr soll zum ersten Mal unter Shamoon richtig angegriffen werden. Man hat wohl genug vom Sofaquetschen während sich die Konkurrenz in Europa messer kann.




    • Monthly_Okt


      Edition #43 - March 29th, 2019
      Der tatsächliche Wert des Interimsjob - Teil II



      Newcastle-upon-Tyne
      - Vor wenigen Tagen begannen wir, den Einfluss von Interimstrainern auf den Saisonverlauf von Teams in Not zu überprüfen. Auf den ersten Blick sahen die Bilanzen vergleichsweise mau aus. Selbst Mannschaften, die bis dahin eher unter ihren Möglichkeiten spielten, schienen sich unter neuer Führung nur marginal zu verbessern. Insgesamt stiegen zum Saisonende drei der sechs untersuchten Vereine ab - und das obwohl zum jeweiligen Übernahmezeitpunkt nur zwei auf Abstiegsplätzen rangierten.

      Einfluss sofort spürbar


      Einer der betroffenen Manager, Master M., vermutete in Reaktion auf die erste Veröffentlichung, Interimstrainer könnten vor allem kurzfristig einen Effekt erzielen. Gerade schnelle Transfers um offensichtliche Löcher im Kader zu stopfen seien laut ihm ein probates Mittel, um direkt Erfolg zu haben.

      Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht diese These auf beeindruckende Art und Weise. Der Vergleich der fünf Spiele vor und nach der Managerverpflichtung zeigt bei Teams, in denen die Manager größtenteils auf Transfers verzichteten, eine ordentliche Verbesserung der Mannschaftsleistung. Hier wurde der Puntkeschnitt um etwa 50% verbessert, die erzielten 40% mehr Tore und verbesserten ihre defensive Leistung um 15%.

      Dies wird aber von den Teams, die großzügig den Kader veränderten komplett in den Schatten gestellt: Eine verfünffachung der Punkteausbeute ist das Resultat von 1,83-mal so vielen erzielten Toren und vor allem einer Halbierung der geschluckten Treffern.

      Nun sind diese Zahlen natürlich mit äußerster Vorsicht zu genießen. Es wurden nur jeweils 15 Spiele pro Gruppe ausgewertet, weshalb die Ergebnisse massiv von Glück, Pech und dem Spielplan beinflusst werden. Kategorie Zwei kam aus einer so schlechten Phase vor den Übernahmen, dass ihre Ergebnisse trotz der beeidruckenden Steigerung immernoch deutlich schlechter sind, als die der ersten Kategorie. Und dennoch sind die Verbesserungen so konstant in allen Bereichen, dass sie auf jeden Fall ein Hinweis auf einen tatsächlichen Effekt sind.

      Und langfristig?


      Um belastbarere Aussagen treffen zu können, müssen wir uns also den größeren Datensatz anschauen. Wie genau schnitten die Clubs über die gesamte Saison hinweg mit beziehungsweise ohne Manager ab?





      Beginnen wir mit den Vereinen in Gruppe 2: die Wolverhampton Wanderers, der FC Metz und der 1. FC Köln wurden etwa zur Saisonhälfte übernommen und befanden sich in sehr schlechten Ausgangspositionen. Im Schnitt auf Rang 17,3, dabei Köln als Vorletzter und Metz ganz am Tabellenende. Einige Neuzugänge halfen dann von Beginn, dennoch konnten Köln unter Dominho und Metz dem Abstieg am Ende nicht mehr entgehen. Schuld daran tragen die Coaches aber auf keinen Fall. Während die Wolves defensiv ein wenig zulegten und in der Ära kiingfa zwei Plätze besser abschnitten als vorher, steigerten sich vor allem die beiden letztendlichen Absteiger massiv. Metz verdoppelte die Punktausbeute in der Rückrunde, landete dort auf Rang 13. Der 1. FC Köln brachte es sogar auf Platz 8 unter dem aktiven Manager, verbesserte dabei die Tordifferenz von vorher 10:33 auf 12:16.

      Noch interressanter in Bezug auf die Eingangsfragen war Gruppe 1. Und hier zeigt sich ein etwas differenzierteres Bild. Deportivo La Coruna brachte durch Nichtabgaben vor allem gegen Ende der Saison keinen Fuß mehr auf den Boden. Der Punkteschnitt fiel hier tatsächlich ein wenig. Dabei ging die Torausbeute dennoch in die richtige Richtung. Anders sieht es bei den anderen beiden Vereinen aus. Trotz Sparsamkeit am Transfermarkt zeigten fronoj und Felchow, dass ein guter Manager den Unterschied ausmachen kann. Villareal holte aus zehn Spielen 15 Punkte und machte aus einem Torverhältnis von 21:35 in den 28 verhergehenden Spielen ein ausgeglichenes 10:10. Noch beeindruckender war Felchows Chrystal Palace. Ein Neuzugang reichte ihm, um aus einem mittleren Torverhältnis von 0.44:1.44 pro Spiel ein 1.00:0.77 zu machen. Dabei steigerte er die Punkte pro Spiel von 0.88 auf hervorragende 1.85 - Rang acht in den 13 Spielen unter ihm in der Premier League.

      Klar ist damit vor allem eines: Vereine profitieren auf jeden Fall vom Engagement eines Übergangstrainers. Insgesamt holten die Teams in den ausgewerteten Spielen etwa 42% mehr Punkte, fünf der sechs Teams schnitten hier mit Interimsmanager besser ab als ohne. Interessant ist, dass sich die Vereine mit wenigen Transfers vor allem offensiv verbessert zeigten (51% mehr erzielte Tore), während Transfers wohl in erster Linie die Defensivreihe stärkten (kassierte Tore sanken dort um ein drittel). Auch scheint sich sagen zu lsassen, dass die Verbandsmanager wohl kaum einem richtigen Manager überlegen sein können - sofern dieser regelmäßig aufstellt. Von ihnen schaffte es keiner, sein Team auf einen Tabellenplatz besser als 14 zu führen. In der Restsaison nach der jeweiligen Übernahme durch einen Interimstrainer steht nur La Coruna auf einem Tabellenplatz schlechter als 13.


      Alle Teams verbesserten sich Offensiv, außerdem alle Deportivo auch defensiv
      und - vor allem - in Sachen Punkte.
      Ausgewertete Spiele: ohne Manager - 133; mit Manager - 91




    • Monthly_Okt


      Edition #44 - March 30th, 2019
      Pre-Season startet



      Newcastle-upon-Tyne
      - So langsam beginnen die ernsthaften Präparationen auf die neue Saison. Vor einer Woche starteten die Profis des Newcastle United FC wieder ins Vorbereitungstraining. Mit dabei waren einige neue Gesichter, aber auch viele alte Bekannte. Dennoch wird es wohl ein paar Veränderungen geben.

      Vorbereitungsspiele festgelegt


      Im Rahmen der ersten Trainings gab der Verein das Testspielprogramm bekannt. Die erste Mannschaft wird Mitte nächster Woche zum Trainingslager in die Niederlande aufbrechen, wo zunächst Vitesse Arnhem auf die Magpies wartet (07.04., 18:00 Uhr). Vier Tage später kommt es zum vermutlich schwierigsten Test. Beim Abstecher in Manager Shamoons Geburtsland Deutschland wartet mit dem FC Bayern München ein Champions League - Team und der Tabellendritte der letzten Bundesligasaison. Zum Abschluss der kleinen Europareise geht es dann wieder in den Niederlanden gegen Lukas' PEC Zwolle.

      Es sind Testspiele, die der NUFC und Shamoon definitiv nötig haben werden. Nachdem er in der Vergangenheit eher zögerlich im Umgang mit zu vielen Spielen vor der Saison war, hält der Kader dieses mal eine Hand voll Fragezeichen parat, die möglichst schnell abgearbeitet werden wollen. So gilt es, durch die Abgänge von Ramadan Sobhi (Bayern München), Alex Pritchard (Granada CF) und Eric Botteghin (1. FC Nürnberg) gleich drei Akteure aus den ersten 14 zu ersetzen und die neu dazugekommenen Akteure einzugliedern.


      Die verbreitete Meinung ist dabei, dass das standardmäßige 3-5-2 der letzten Saison mit der aktuellen







      Kaderzusammenstellung nurnoch schwer umsetzbar ist. Stattdessen erwarten viele Fans in diesem Jahr inzwischen ein 4-4-2 oder ein 5-3-2. Ein wichtiger Baustein wird dabei vermutlich sein, wie gut Youcef Atal eine mögliche Position im rechten Mittelfeld annehmen kann. Der Algerier kam spät in der letzten Saison ins Team und sammelte noch vier Einsätze als rechter Außenverteidiger. Seine offensive Qualität macht ihn aus Sicht Shamoons jetzt auch eine Option auf dem Flügel, wo er dieses Jahr eine wichtigere Rolle im Kader einnehmen kann.


      Neue Führungsspieler


      Durch den Zugang Rob Holdings besteht zudem in der Verteidigung zunächst weniger Bedarf. Der 23-jährige soll direkt eine zentrale Rolle im Defensivverbund einnehmen. Eine Rolle, die am anderen Ende des Spielfelds dieses Jahr Ryan Fraser bekommen soll. "Ryan ist einer der kreativsten Spieler der Liga. Sein Tempo ist die eine Waffe, aber er spielt auch blitzsaubere Bälle in die Spitze", so ein Zitat seines Trainers Ende letzten Jahres. Mit dem Abgang von Spielmacher Pritchard, könnte damit nun die Zehnerposition in die Hände des Schotten fallen.

      Ganz vorne ist dagegen noch vieles offen. Das Sturmquartet um Ibisevic, Lasagna, Delort und Andone startet laut Shamoon erstmal auf Augenhöhe. Begeistert zeigte er sich in den ersten Trainingseinheiten aber laut Beobachtern vor allem vom Franzosen Delort. Nach einer entäuschenden letzten Saison (ein Ligator in 10 Einsätzen) legte er in der Pause Extraschichten ein und will in seiner dritten Saison bei Newcastle nochmal durchstarten. So hat er vermutlich in den Testspielen als erster die Chance, Anspruch auf einen Stammplatz zu stellen.




      Unsere Vorhersage - so könnte Newcastle United
      diese Saison auflaufen






    • Monthly_Okt


      Edition #45 - May 7th, 2019
      Off  We  Go



      Burnley
      - Endlich ist es wieder soweit. Seit dem 28.04. rollen die Kugeln wieder in ganz Europa. In der Pause feierte Newcastles Shamoon sein einjahriges Jubiläum im Amt der Geordies und seine zweite komplette Saison soll nun die erste sein, in der sein Team auch sportlich einen merklichen Schritt nach vorne macht.

      Mühsame Vorbereitung


      Dabei lieferte die Saisonvorbereitung nur wenige Gründe für überschwenglichen Optimismus. Drei Testspiele waren für die Tour in den Niederlanden und Deutschland angesetzt worden. Auf Erfolgserlebnisse hofften die wenigen mitgereisten Anhänger und lokalen Fans allerdings weitesgehend vergeblich. Einer deftigen 1:4 - Klatsche in Arnhem folgten zwei torlose Auftritte bei wild gemischten Teams von Bayern München und PEC Zwolle. Es war die Fortsetzung der besorgniserregenden Serie zum Ende der letzten Saison, als das gegnerische Torwochenlang wie vernagelt war.

      Doch davon ließ sich die Toon Army nicht abschrecken. Die Rekordinvestitionen im Saisonübergang hatten die Erwartungen an die neue Saison mächtig angeheizt und so war es keine Überraschung, dass die Magpies zum Auftakt von einem vollständig aufgekauften Auswärtskondingent voran gebrüllt wurden. Euphorie, die Wirkung zeigte. Die Magpies machten aus sechs Torschüssen drei Tore, sowohl Ibisevic als auch Delort brochen direkt im ersten Spiel in die Torjägerliste, Santiagos Huddersfield Town wurde zum ersten unter Shamoons Kommando bezwungen.


      Dass dann mit Titelverteidiger Arsenal direkt die härteste Nuss am zweiten Spieltag wartete, ist freilich eine unangenehme Begeisterungsbremse.




      Vor fast ausverkauften Rängen zeigte sich Newcastle pragmatisch, machte hinten dicht und brachte als größte Offensivwaffe die Hoffnung mit. Und um ein Haar wäre die Mauerei auch aufgegangen. Am Ende brauchten die Gunners eine Standardsituation um einen knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg zu erzielen.

      Mit dem FC Burnley stand dann heute ein Spiel vor der Brust, für das ganz klar mit ein Sieg geplant wurde. Die Clarets gelten als einer der größten Abstiegskandidaten in dieser Saison. Im recht offen geführten Spiel setzte sich letztendlich wohl vor allem aufgrund der besseren Individualspieler durch. Während Choupo-Moting wieder und wieder an Tom Heaton scheiterten, war es wie so oft Vedad Ibisevic, der die Magpies nach eiener guten Stunde mit dem Tor des Tages erlöste.


      Wichtige Zähler vor Hammerprogramm


      So steht der Newcastle United FC nach drei Spielen mit respektablen sechs Punkten auf Tabellenplatz sieben. Für Shamoon sechs immens wichtige Punkte: "Der Losgott hat uns jetzt eine Phase zugeteilt, die kaum schwerer sein könnte. Ich will mir garnicht ausmalen, wie es nach zehn Spielen aussehen könnte, wären wir schlechter gestartet."

      Und tatsächlich ist es nicht einfach, sich nach den Spielen gegen Huddersfield (Vorjahr: 11.) und Arsenal (1.)  eine deutlich härtere Spielfolge als Chelsea (8.), Everton (5.), Manchester City (4.), Tottenham (10.), Aston Villa (3.), Liverpool (7.), togros stark einzuschätzenden Aufsteiger aus Leicester und West Ham United (9.) auszudenken. Ein Programm, das wohl vor allem die neu vormierte Defensivkette direkt auf Herz und Nieren prüfen wird.




    • Monthly_Okt


      Edition #46 - May 18th, 2019
      Youcef Atal - eine steile Karriere



      Newcastle-upon-Tyne
      - Viel passiert aktuell nicht in den Geschäftsgebäuden des NUFC. Die Führungsetage des Vereins konnte diese Saison bereits frühzeitig alle Transfers in trockene Tücher bringen. Seit Saisonbeginn wurde lediglich noch der Abgang von Pape Souaré bekannt gegeben. Er wechselte für 4 Millionen Euro zu Sheffield Wednesday in die Championship. Und doch, die Telefone am Strawberry Place stehen in diesen Tagen nur selten still. Grund dafür ist vor allem ein Mann: Youcef Atal.

      Ausrufezeichen durch
      spektakuläre Tore


      Der Algerier hat dieses Jahr einen raketenhaften Aufstieg hinter sich. Während er im BOM-Universum nach nicht mal 10 Karrierespielen bereits zu einem Leistungsträger im Team der Magpies geworden ist und diese Saison die mit Abstand beste Durchschnittsnote im Mittelfeldaufgebot aufweist, kann er im FIFA-Universum auf einen nicht weniger steilen, aber ereignisreicheren Weg zurückblicken. Spätestens seit seinem sehenswerten Hattrick vor einigen Wochen gegen Guingamp ist er schon in seiner ersten Saison in einer der großen Liga in aller Munde und steht Gerüchten zufolge bei einer Vielzahl europäischer Topclubs auf dem Zettel.

      Die Laufbahn des Flügelspielers nahm in den letzten Jahren aber eine noch viel
       Nicht nur ein Verteidiger, Youcef Atal taucht auch gerne im gegnerischen 16er auf
      steilere Kurve als das vermuten lässt. Nicht einmal zwei Jahre ist es her, da spielte Atal noch in der zweiten algerischen Liga. In der Saison 2016/17, seiner zweiten Saison im Herrenfußball, war er für den Paradou AC aktiv. Weit, weit weg von großen Spielen wie denen im Parc des Princes vor wenigen Wochen.

      Atal war trotz junger Jahre einer der Leistungsträger für Paradous Aufstieg in die Championnat d'Algérie in jenem Jahr. In der ersten Spielklasse auftreten sollte er dann aber nicht mehr.
      Denn die Belohnung für seine spektakuläre Spielweise war nicht nur eine erste Berufung für die Nationalmannschaft,








      sondern auch die Chance, sich in Europa beweisen zu können. Der KV Kortrijk war aufmerksam geworden. Als Leihgabe mit Kaufoption ging der dann 21-jährige Atal nach Belgien in die Juliper Pro League, ein deutlich härteres Pflaster, wie er zu spüren bekam. Eine Reihe unglücklicher Verletzungen beschrenkten seine Saison auf nicht mehr als 10 Einsätze, aber wenn er spielte, überzeute er und nahm am Ende in der Hälfte der Spiele den Titel des Spieler des Spiels mit.

      Es war offensichtlich, dass der Algerier leicht noch ein Level nach oben gehen kann und wenig überraschen zogen die Westflamen die Kaufoption in Höhe von etwa einer halben Million Euro, nur um Tage später ein Angebot aus Frankreich für das 6-10-fache der Summe anzunehmen. Atal ging ins schöne Nizza.


      Was kommt als nächstes?


      Und auch an der Südküste Frankreichs verschwendete er keine Zeit. Von Beginn an hatte er Trainer Patrick Vieira überzeugt und etablierte sich im Laufe der Hinrunde auch hier als feste Stütze und Fanliebling. Zu Weihnachten hatte er noch vor dem Star des Teams Allan Saint-Maximin die meisten zuschauergewählten "Mann des Tages" - Auszeichnungen gesammelt. In der zweiten Hälfte des Jahres nutzte sein Trainer dann vermehrt auch seine Vielseitigkeit, stellte ihn auf allen Flügelpositionen zwischen Rechtsverteidiger und Linksaußen auf. Trotz der vielen defensiven Aufgaben stellt er in seiner französischen Debutsaison mit sechs Treffern den Teambestwert und weckte damit Begehrlichkeiten bei zahlreichen europäischen Topaddressen.

      Für den Transfersommer ist Atal eine der heißesten Aktien geworden und ob es wieder bei nur einem Durchgangsjahr für den OGC Nice auf dem Weg in die nächste Etage der Fußballpyramide bleibt, hängt wohl vor allem vom finanziellen Status der Aiglons ab. Verschiedene Berichte sprechen von kompletter Ablehnung einem Transfer gegenüber oder einer Schmerzgrenze jenseits der 40 Mio Euro. Ganz ausgeschlossen ist nicht, dass man Atal, der gestern 23 Jahre alt wurde, im Herbst schon - etwas über zwei Jahre nach seinem letzten Spiel in der algerischen zweiten Liga - in der europäischen Königsklasse zu sehen bekommt.




    • Monthly_Okt


      Edition #47 - May 21st, 2019
      Im Fadenkreuz der Behörden



      Newcastle-upon-Tyne
      - Diese Nachricht traf den NUFC heute Nachmittag: Vorerst wird dem Verein weiteren Transfers vom BOM-Verband ein Riegel vorgeschoben. Grund seien noch hohe ausstehende Zahlungen, die zur Saisonhälfte getätigt werden müssen. In Newcastle reagierte man darauf durchaus mit Irritation.

      Transferoffensive auf Pump


      Zwei Monate ist es jetzt her, da wurde im St. James' Park das Transferfenster mit der Verpflichtung von Florin Andone von Manchester United beschlossen. Es war mit Abstand die Zeit der größten Investivionen unter Shamoons einjähriger Führung. Nettoausgaben in Höhe von fast 70 Millionen Euro standen am Ende seit Jahresbeginn unter dem Strich. Das rief schon da einige Zweifler an der Nachhaltigkeit des Tuns auf den Plan.

      In Newcastle war man sich aber sicher, im Rahmen der Regeln und des Budgets gehandelt zu haben: "Wir haben mit unseren Verhandlungspartnern Finanzpläne aufgestellt, die allen Parteien weiterhalfen. Es gilt manchmal hart an der Grenze zu kalkulieren, da gehören auch hier und da mal Steuertricks dazu." So hatte Newcastle beispielsweise letztes Jahr die Zahlung für Kyle Walker-Peters an den FC Bayern München so lange herausgezögert bis die Vereine sich auf einen weiteren Transfer in die Gegenrichtung geeinigt hatten. Die Summen wurden miteinander verrechnet, beide Clubs sparten sich etwa eine Millionen Euro an Steuergeldern.


      Dieses mal sind die offenen Verpflichtungen allerdings deutlich höher.
      Rund 90 Millionen Euro werden Berichten zufolge zur Saisonmitte fällig. Der Großteil davon geht wohl an Willen II in die Niederlande als Ablöse für Rob






      Holding. Laut Newcastle-Manager
      Shamoon kein Problem: "Hamza Choudhury wurde in der Zwischenzeit schon bezahlt. Davon abgesehen hatten wir auch noch fast 30 Millionen Euro an ausstehenden Einkünften, die unerwartet, aber netterweise jetzt schon aus Granada überwiesen wurden. Ein Großteil des Rests ist momentan in Wertpapieren gebunden und wird so vermehrt." Pikant außerdem: Vor einem Monat wurden schonmal die Finanzen geprüft - damals gab es keine Beanstandung. "Seither haben wir unsere Situation durch Spielerverkäufe sogar noch verbessert."

      Zweifelhafte Entscheidung


      In Newcastle wird also laut deren Entscheidungsträgern gewissenhaft gewirtschaftet. Der Transferbann stößt nur bedingt auf Verständnis. "Ich sehe durchaus ein, dass man beim Verband viel zu tun hat und Einzelfälle nicht minutiös prüfen kann. Und offensichtlich muss überall das FFP eingehalten werden. Aber dann direkt rundherum mit kompletten Ausgabenstops um sich zu werfen ist deutlich zu hart."

      Dabei beruft man sich auch auf das Regelwerk. Denn dort steht: "
      Regelmäßig werden alle Vereinsfinanzen unter die Lupe genommen. Fällt ein Club durch das Raster, wird dies bekannt gegeben." (so geschehen), allerdings auch: "F: Sind feststehende Ausgaben zahlungswirksam?
      A: Nein, sind sie nicht. Der Verein sollte erst über das Geld verfügen wenn es auch fällig ist (zB zur SH oder dem SE), muss es aber nicht vorher permanent schon haben."

      Dementsprechend sieht man in Newcastle sehr wohl ein, dass die Finanzbehörde ein wachsames Auge auf die Entwicklung der Finanzen des Vereins hat. Die Handfesseln bis auch die restlichen fehlenden Millionen auf das Konto der Magpies gewandert sind, kann man nicht nachvollziehen.



       Laut eigenen Rechnungen kein Problem: Das Geld für die getätigten Transfers soll bis zum Zahlungstermin locker eingespielt werden




      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shamoon ()

    • Monthly_Okt


      Edition #48 - May 29th, 2019
      NNXNN



      Newcastle-upon-Tyne
      - Es wird langsam eng für den NUFC. Acht Spiele alt ist die Saison 2019|1 inzwischen und mittlerweile mussten die Magpies dem heftigen Spielplan wie erwartet Tribut zollen.

      Größtenteils Chancenlos


      Nur sieben Punkte hat Shamoons Team jetzt auf dem Konto stehen. Nach dem ordentlichen Auftakt heißt das: es kam aus fünf Spielen nurnoch ein Zähler dazu - nicht gerade Grund für großen Optimismus. Gerade die zum Teil deutlichen Niederlagen bei Everton, Tottenham und zuletzt Leicester (im Pokal) kosten den Trainer dabei einige Nerven. "Natürlich ist jedes Spiel schierig, aber teilweise haben wir uns auch einfach nicht konkurrenzfähig gezeigt."

      Der Lichtblick der letzten Wochen war dabei das 1:1 Unentschieden gegen Manchester City. Ein Punktverlust, den City-Coach Klaus schon vorgeahnt hatte, war der Nordosten Englands für die Skyblues in den letzten Jahren doch schon häufiger ein schweres Pflaster. Newcastle trat mutig auf, versuchte das Spiel offen zu gestalten und erkämpfte sich kurz vor Schluss einen glücklichen, wenn auch nicht unverdienten Punkt.

      "Tasächlich", so Shamoon "sehen wir im Ligavergleich nicht so schlecht aus." Inzwischen steht dort ein 16. Platz. "Die einzige Metrik, in der wir im Moment ein wirkliches Problem haben, sind die herausgespielten Abschlüsse. Davon abgesehen performen wir wie eine untere Mittelfeldmannschaft."




      Eine Analyse, die sich erstmal nach ziemlich wenig Ambition anhört.
      Das sieht man im Führungsstab Newcastles aber etwas anders. Momentan stehe man im Vergleich mit den gleichen Spielen letzter Saison exakt punktgleich. Der schlechte Tabellenplatz sei nur eine Momentaufnahme und noch kein Zeichen, in welche Richtung die Saison gehen könne.

      Als kleiner Bonus wurde zusätzlich inzwischen auch die dritte Runde des BOM United Cups erreicht. "Wir wollen hier nicht davon reden, dass wir einen guten Auftakt ins Jahr hatten, aber so schwarz wie es jetzt auf dem Papier aussieht, ist es noch nicht."

      Laute Sirenen


      Klar ist aber auch: Bald muss das Punktesammeln losgehen. Als Ziel wurde selbst und auch von außervereinlichen Spendern klar ausgegeben, dass man die Platzierungen der letzten Jahre verbessern will. Das ist dieses Jahr vor allem durch die aufgestiegene Leicestermannschaft nicht einfacher geworden. Die Foxes sind eigentlich mit einem fertigen Top 10 - Kader in die Liga gekommen, der dazu von togro noch weiter entwickelt wurde.

      Und auch wenn sich die Magpies in der Tabelle umschauen, kann das nicht zur Beruhigung beitragen. Mit West Ham United (jetzt unter Ferdi), dem immer soliden Huddersfield Town und Vorjahrsüberraschung Crystal Palace stehen noch drei Teams direkt hinter Newcastle, die am Ende wohl eher wenig mit dem Abstieg zu tun haben werden.


       Durchschnittsplatzierungen der bisherigen Gegner in der letzten Abschlusstabelle: Nur Manchester United (6,625) hatte einen noch schwierigeren Start in die neue Saison als Newcastle (7,125).




    • Monthly_Okt


      Edition #49 - June 7th, 2019
      Saisonstart 2019|1, Klappe, die Zweite



      London
      - Mit dem heutigen elften Spieltag ist endlich eine Marke erreicht, die man sich in Newcastle lange herbei gesehnt hatte. Das heutige Spiel ist eine schafte Zäsur im Spielplan der Magpies.

      Jetzt ist es geschafft: Samt des Spiels gegen West Ham United brachte der Newcastle United FC in den letzten Wochen ein Programm aus neun der elf bestplatzierten Teams der letzten Saison und dem bärenstarken Aufsteiger aus Leicester hinter sich. Der daraus resultierende Tabellenrang 16 liest sich entsprechend ernüchternd. Jetzt gilt es einmal tief ein- und auszuatmen und die Uhren auf null zu stellen, denn die kommenden Spiele werden die Weichen für die Zukunft stellen.

      Wo steht Newcastle?


      Während in Manchester schon eine erste Bilanzen gezogen werden, muss man in Newcastle aufgrund des polarisierten Spielplans tief einsteigen, um belastbare Aussagen über den bisherigen Verlauf und den Rest der Hinrunde machen zu können.

      Eine erste Erleichterung ist sicherlich, dass Newcastle diese Saisonphase nicht auf einem Abstiegsplatz beendet. Zwei Siege und Zwei Unentschieden reichen, um einen knappen Punkt vor dem 18. Platz zu stehen. Auch der Vergleich mit der Vorsaison ist jedenfalls nicht negativ. Aus den selben Spielen (abgesehen vom Leicesterspiel) wurden letztes Jahr nur sieben Punkte gewonnen.


      Blickt man weiter, fällt sofort eines auf: Die erhoffte Verstärkung der Defensive blieb bisher aus, im Gegenteil. Aus durchschnittlich 1.5 Gegentoren in diesen Spielen wurden jetzt 1.72. Damit stellt Newcastle für den Moment die zweitschlechteste Defensive, nur das







      desolate Burnley ist noch schlechter. Dass es auch anders geht, zeigt sich anderswo. Dörk hatte mit seinem Fulham FC ein vergleichbares und steht dabei mit respektablen neun Gegentoren auf Platz 13.

      Ein tieferer Blick in die Zahlen zeigt dann vor allem dass sich Newcastle aktuell nicht auf dem Kurs in Richtung Abstiegskampf befindet. Zwar liegen die Werte der Gegentore und vor allem die herausgespielten Chancen in diesem Bereich, allgemein befinden sich die Geordies aber im gesichterten Mittelfeld. Vor allem im Torabschluss hat man dort Schritte nach vorn gemacht, aber auch das Passspiel ist sicherer als im Vorjahr und trotz der guten Gegner konnten bisher nur ein paar Zehntel Prozentpunkte weniger Zweikämpfe gewonnen werden.


      Wer hat die größten Probleme?


      Gerade der Blick auf die direkte Konkurrenz macht hier Hoffnung auf eine baldige Besserung der Situation. So sind neben den offensichtlichen Kandidaten aus Burnley und Crystal Palace auch Stoke und Cardiff durchschnittlich schwächer aufgetreten. Ebenso muss vor allem Huddersfield zittern, wenn sie ihre defensiven Probleme nicht schnell lösen, denn offensiv waren die Terrier bis hierhin eine ganze Klasse schlechter als der Rest der Liga.


      Weiter vorne punktet vor allem der AFC Bournemouth bisher über ihren Möglichkeiten. Mit Blick auf die Winterpause sollten die Cherries ein Ziel sein, das Shamoon und Co in die Augen fassen sollten und damit in Richtung Platz 13 schielen. Die Abstiegsplätze sollten bis dahin auf fünf bis sieben Punkte distanziert werden. Dort werden sich nach unseren Prognosen vor allem Burnley, Crystal Palace,
      Cardiff und möglicherweise auch West Ham United befinden.




    • Monthly_Okt


      Edition #50 - June 24th, 2019
      Unerwarteter Befreiungsschlag



      Southampton
      - Das hatten die wenigsten erwartet.
      Nach sage und schreibe elf sieglosen Ligaspielen in Folge konnte Newcastle am Wochenende ausgerechnet beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer aus Southampton wieder einen Erfolg feiern.

      Um 17:42 Uhr kam endlich der erlösende Moment. Andy Delort machte sich so lang er nur konnte, bekam gerade so seinen Kopf an Youcef Atals Flanke und netzte zu seinem sechsten Saisontreffer ein. Es war der 2:1 - Führungstreffer für die Gäste aus Newcastle, die zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt auf dem Feld standen. Der bis unter die verblondeten Haarspitzen motivierte Matt Ritchie, ehemals beim Saints-Rivalen aus Bournemouth unter Vertrag, hatte zuvor nicht nur das zwischenzeitlich 1:0 erzielt, sondern war nach einer guten Stunde auch schon mit Gelb-Rot zum Abkühlen in die Dusche geschickt worden.

      Endlich der dritte Sieg


      Kurz nach Delorts neuerlichem Führungstor beendete der Schlusspfiff die Partie und die monatelangen Serien beider Teams. Für die Magpies ein ebenso unverhoffter wie überlebenswichtiger Erfolg. Aus den vier Partien seit dem Leicester-Spiel gab es nur drei Punkte aus Unentschieden. Für die Tabelle bedeutete das zwar eine Verbesserung auf Platz 14, allerdings keinerlei Spielraum zum Atmen. Mit nun fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze kann man immerhin etwas entspannter auf die letzte Phase der Hinrunde blicken. Da bleibt nun in den direkten Duellen gegen Crystal Palace und Cardiff die Chance, den Abstand nochmal deutlich ausbauen zu können.



      Am Rande des Matches trafen sich die Verantwortlichen Southamptons und Newcastles allerdings auch um andere Dinge zu besprechen. Beim Abendessen vor der Partie gab es am Samstag eine erste offizielle Anfrage bezüglich Southamptons Jugendspieler Will Ferry, heute Mittag wurde dann bereits Vollzug gemeldet. Newcastle wird Berichten zufolge fast zehn Millionen Euro in mehreren Raten für den 18 Jahre jungen Iren bezahlen.






      Grund genug für einige Beobachter des Vereins, scharfe Kritik zu üben. Newcastle hat vor wenigen Wochen erst wieder finanzielle Freiheit vom Verband erhalten, nachdem wegen großer Verbindlichkeiten zunächst ein Ausgabenstopp verhängt worden war. Neben dem Millionenschweren Ferry wurden außerdem mit dem schottischen Juniorennationalspieler Brennan Camp und Jake Scrimshaw zwei junge Einkäufe aus Bournemouth vorgestellt. Bei 800.000 Euro im Paket "zum Schnäppchenpreis", wie Manager Shamoon beteuert.

      Kritik aus dem eigenen Fanlager


      Ausgaben, die die Kritiker nicht so recht nachvollziehen können. Während sich die erste Mannschaft in sportlich prekärer Lage befindet, "riskiert der Verein hier direkt wieder die finanzielle Unabhängigkeit", so ein Fanclubsprecher, "Dass man in dieser Situation jetzt Jugendspieler holt, zeigt, dass die den Ernst der Lage nicht verstanden haben. Gerade wenn jetzt auch Leute wie Schweinsteiger und Gomez auf Markt sind."


      Für Shamoon alles kein Thema. Der Kader, so der Deutsche, sei gut genug um die Liga zu halten. Die Erfahrung zeige, dass auch ein Mario Gomez den Klassenerhalt nicht garantieren kann, meinte er auf das Thema angesprochen mit leicht schmerzverzerrter Miene. Mit den getätigten Transfers ist er dagegen hochzufrieden. "Brennan [Camp] ist ein richtig talentierter Innenverteidiger und Teil von Schottlands U19." Jake Scrimshaw kommt mit der Empfehlung von 100 Toren in den letzten zwei Jahren Jugend- und Leihfußball. "Wer da nicht zuschlägt, sollte den Job wechseln."

      Bei Ferry sei man hingegen zugegebenermaßen an die Schmerzgrenze gegangen. Doch auch hier sei man optimistisch, ein gutes Investment getätigt zu haben. Ferry hat sowohl mit Irlands U19 als auch mit Southamptons U18 und U23 eine überaus erfolgreiche Saison hinter sich. Als Teil des letztgenannten Teams steig er zuletzt über das Playofffinale gegen Newcastles eigene U23 in die höchste Spielklasse auf. Seine Leistungen machten ihn zum Academy Player of the Year seines Vereins.




    • Monthly_Okt


      Edition #51 - June 28th, 2019
      Viel Gerede um Abgänge



      Newcastle-upon-Tyne
      - Vor wenigen Tagen, als die Verpflichtung Will Ferrys bekannt gegeben wurde, war noch die Rede von stabilen Bilanzen in Newcastle, doch die Gerüchte, die den Verein seither umschwirren scheinen eine andere Sprache zu sprechen. Zahlreiche Spieler des Profi- wie Reservekaders werden mit einem Abgang in Verbindung gebracht. Es scheint als wolle man unbedingt noch etwas Geld generieren.

      Wo geht es hin für den Wee Man?


      Die meisten Spalten der Sportzeitungen füllt dabei ohne Zweifel Ryan Fraser. Der 25-jährige Schotte kam vor nicht mal einem Jahr vom EA Guingamp. Seither machte er eine rasante Entwicklung durch und gilt jetzt als einer der absoluten Stars in Shamoons Team. Nun mehren sich die Stimmen, die meinen, er sei dem Verein schon ein Stück weit entwachsen.

      Schon seit Monaten mussten die Verantwortlichen Anfragen zu Fraser abwehren. Jetzt endlich scheinen sie nach zu geben. Dem Vernehmen nach drängt auch der Spieler auf einen Transfer, seine Ambitionen liegen klar im internationalen Fußball, den ihm Newcastle United wohl auch nächste Saison nicht bieten können wird. Ob und wie schnell ein Transfer nun von statten geht, hängt ganz davon ab, welche Angebote im Nordengland einfliegen. Sportzeitungen in Frankreich, wo Fraser bis letztes Jahr schon spielte, berichten seit Tagen von anhaltenden Gesprächen mit dem FC Toulouse. Doch auch innerhalb der Premier League scheint es Interesse zu geben.

      Ein anderer Spieler, der mit einem Abgang in Verbindung gebracht wird, ist Kevin Lasagna. Nachdem er in seiner Durchbruchsaison letztes Jahr die vereinsinterne Torschützenliste mit elf Treffern anführen








      konnte, musste sich der Italiener diese Saison erstmal hinten anstellen. Erst zwei mal wurde er bisher in der Liga
       Wie lang kann die Toon Army ihrem Liebling Fraser noch zujubeln?
      ein-gesetzt, blieb dabei ohne Tor. Nun äußert der italie-nische National-spieler Unmut über seine Situation. Er wolle jetzt vor allem Fußball spielen, meinte Lasagna auf die Abgangsgerüchte angesprochen, "ob hier in Newcastle oder anderswo ist zweitrangig."

      Auch für ihn sollten sich Interessenten finden. Eine vereinsnahe Zeitschrift des AS Rom brachte ihn jüngst beim Hauptstadtclub in seiner Heimat ins Gespräch. Die Römer sähen ihn, so der Bericht, als vergleichsweise preiswerte Lösung, die Lücke im Angriff zu schließen. Newcastle zeigt sich hier verhandlungsbereit und möchte dem Spieler möglichst wenige Steine in den Weg legen.

      Durchbruch woanders schaffen?


      Zu guter Letzt scheint es auch im Reserveteam unter Ben Dawson  ein paar Veränderungen geben. Die Jungspieler des Newcastle United FC stehen momentan in Lauerstellung in der dritten Reserveliga. Für eine handvoll Spieler könnte das Rennen um den Aufstieg zur Saisonhälfte aber schon zu Ende sein. Zu den prominentesten unter ihnen gehören sicher Thore Jacobsen und Jack Simpson. Beide Spieler, wichtige Teile der zweitbesten Defensive der Liga, sehen sich bereit für den Profifußball, allerdings gibt es bei Newcastle wohl aktuell nicht die Perspektive auf Einsätze. Vor allem Simpson kann diesen Anspruch auch mit entsprechenden Leistungen untermauern.




      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shamoon ()